Sicherheit
Schluss mit Krawall: Basel-Stadt will Rangerdienst für Problemzone Dreirosenanlage

Die Basler Regierung will einen Rangerdienst für die Dreirosenanlage einrichten. Die Grünanlage beim Kleinbasler Kopf der Dreirosenbrücke sorgt als konfliktreiche Problemzone immer wieder für Schlagzeilen.

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Dreirosen-Anlagen
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Eine der beliebtesten Stellen für Basler Outdoor-Sportler: Die Fitnessanlage.
Hier lässt es sich bestens posieren – besonders abends vor vielen Zuschauern.
Dazu gibt es Fussball- und Basketball-Anlagen. Vor allem die Basketball-Anlage wird nach 22 Uhr wegen Lärms geschlossen.
Marc Moresi ist die gute Seele der Dreirosenanlage. Der Leiter der Freizeithalle ist seit über einem Jahrzehnt vor Ort tätig.
Die Halle und die Anlage werden gerne auch für Events genutzt, so etwa anlässlich einer WM von Exil-Kolumbiern für ein Public Viewing.

Dreirosen-Anlagen

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Die Kantons- und Stadtentwicklung sei beauftragt worden, mit einer geeigneten Trägerschaft eine Leistungsvereinbarung für die Durchführung eines Rangerdienstes für die Dreirosenanlage abzuschliessen, heisst es in der Mitteilung der Regierung vom Dienstag. Ziel sei, die Situation zu entschärfen und die Grundlage für einen Normalbetrieb ab 2021 zu schaffen.

Die Dreirosenanlage gilt bereits seit längerer Zeit als Konfliktzone. Sie dient auf der einen Seite als Aussenraum für das Jugendzentrum und die Freizeithalle Dreirosen sowie als Sport- und Kinderspielplatz. Dazu kommt eine benachbarte Primarschule. Auf der anderen Seite ist sie Ort, wo sich viele Randständige aufhalten, wo offen Drogenhandel betrieben wird und es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt.

Nun soll eine stationäre Sozialarbeitsstelle entstehen

Mitarbeiter der Freizeithalle, der mobilen Gassenarbeit und die Polizei hätten die Probleme mit ihren punktuellen Einsätzen nicht in Griff bekommen können, sagt Lukas Ott, Leiter der Kantons- und Stadtentwicklung. Der Kanton möchte nun eine stationäre Sozialarbeitsstelle schaffen, die permanent anwesend sei, präventiv wirken könne und wo möglich Konflikte im Keim unterbinden könne.

Ausgestattet werden soll der Rangerdienst mit zwei Personen. Geplant ist eine Präsent für die Dauer von vier Stunden pro Tag. Gesucht wird nun eine geeignete Trägerschaft. Finanziell soll der Kanton Basel-Stadt für den Dienst aufkommen.