Schmuggelverdacht
Schmuggler wollen verduften – Zoll hindert sie daran

Eine Kontrollstreife des Hauptzollamts in Lörrach machte Ende Januar eine wohlriechende Entdeckung.

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Drei Personen machten sich mit Parfumflakons im Wert von über 20'000 Euro auf den Weg nach Deutschland.

Drei Personen machten sich mit Parfumflakons im Wert von über 20'000 Euro auf den Weg nach Deutschland.

Keystone

Bei einer Kontrolle fand das Hauptzollamt Lörrach Ende Januar 249 originalverpackte und noch mit Diebstahlsicherung versehene Parfumflakons in einem Fahrzeug. Drei Personen haben sich darin befunden und seien aus der Schweiz eingereist. Dingfest gemacht habe man die drei am Grenzübergang zwischen Basel und Grenzach-Wyhlen.

Der 45-jährige Fahrer gab an, dass er die Parfums von einem Freund übernommen und anschliessend die beiden Mitfahrerinnen am Badischen Bahnhof abgeholt habe. Sie seien gemeinsam auf der Heimreise nach Düsseldorf gewesen. Kassenbelege für die zahlreichen Düfte konnte er keine vorweisen, wie das Haupzollamt Lörrach am Mittwoch mitteilte.

Die Auflistung der diversen Parfums ergab einen Gesamtwert von rund 20'000 Euro. Entweder hatten die drei bei ihren Liebsten mit Parfumgeschenken einiges wieder gut zumachen, oder sie planten, Schmuggelware im grösseren Stil in Deutschland weiterzuverkaufen.

Die Ware hätte zollrechtlich angemeldet werden müssen. Einfuhrabgaben in Höhe von knapp 3'700 Euro wurden festgesetzt und dazu gegen den Mann ein Steuerstrafverfahren eingeleitet, dessen Ausgang noch aussteht. Da die weitere Fahrzeugkontrolle Utensilien zu Tage beförderte, die die Zöllner auf einen Diebstahl schließen ließen, wurde auch die Landespolizei hinzugezogen.

Wer sich an den zahlreichen Parfumflakons erfreuen darf, bleibt Gegenstand der Ermittlungen. Vielleicht werden Grenzübergänger beim Grenzübergang zwischen Basel und Grenzach-Wyhlen ja zukünftig von verschiedensten Düften empfangen...