Bundesrat Johann Schneider-Ammann betonte vor den Medien, bei den seit 1976 stattfindenden jährlichen Treffen der Wirtschaftsminister gehe es in erster Linie darum, "Aspekte von gegenseitigem Interesse zu diskutieren". Erstmals dabei war der Minister aus Liechtenstein.

Er habe seinen Kollegen auch erklärt, weshalb die Schweiz nochmals die Ventilklausel aktiviere, sagte der Schweizer Wirtschaftsminister. Die Regierung wolle zeigen, dass sie die Migration unter Kontrolle bringe. Im Hinblick auf den EU-Beitritt Kroatiens benötige sie das Vertrauen des Volkes.

Sein deutscher Kollege Philipp Rösler zeigte für das Vorgehen Verständnis. Es gehe der Schweizer Regierung darum, eine richtige Balance zu finden.

Zur Erhaltung der Industrie in Europa braucht es laut Schneider-Ammann gut ausgebildete Arbeits- und Fachkräfte. Wie Rösler betonte auch der österreichische Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, dass es vor allem Investitionen in die Forschung, Zugang zu den Rohstoffen und bezahlbare Energiequellen brauche.

Die Energiekosten seien derzeit die grösste Herausforderung für die Europäer, sagten Mitterlehner und Rösler. Diskutiert wurde auch über über Handelserleichterungen, die am nächsten WTO-Ministertreffen verabschiedet werden sollen.

Am Samstag werden die Minister den Novartis-Campus besuchen. Das nächste Treffen der vier Wirtschaftsminister findet im nächsten Jahr in Vaduz statt.