Baumängel
Schon wieder gibt es Verzögerungen beim Biozentrum-Neubau – diesmal wegen Baupfuschs

Weil der Sanitärplaner beim Neubau des Biozentrums gepfuscht hat, kann dieser erst später als geplant fertiggestellt werden. Wegen des Pfuschs sind gravierende Mängel entstanden, die behoben werden müssen.

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Beim Neubau des Biozentrums müssen gravierende Mängel behoben werden.

Beim Neubau des Biozentrums müssen gravierende Mängel behoben werden.

Töngi Martin/ Fotograf

Ende 2016 wurden an der bereits verbauten Gebäudetechnik des neuen Biozentrums Mängel festgestellt, wie das Basler Bau- und Verkehrsdepartement am Mittwoch mitteilte. Häufige Personalwechsel und fehlende personelle Ressourcen bei dem vom Generalplaner beauftragten Sanitärplaner seien Grund für die schlechte Arbeit gewesen.

Der Generalplaner habe deshalb im Anfang 2017 den Sanitärplaner durch eine neue Firma ersetzt. Diese musste den gesamten Planungsstand sowie die bereits realisierten Arbeiten prüfen und gleichzeitig die laufenden Bauarbeiten so gut wie möglich weiterführen.

Der neue Terminplan sieht vor, die Bauarbeiten bis Ende Juni 2018 abzuschliessen. Bis die Uni Basel das Gebäude übernehmen kann wird es Ende Dezember 2018 – rund ein halbes Jahr später als geplant. Der Umzug wird demnach im 2019 stattfinden. Der Baukredit wird nach wie vor eingehalten.

Schon früher Verzögerung

Beim Bau des Biozentrums auf dem «Schällemätteli»-Areal war es schon früher zu einer Vorzögerung von rund einem Jahr gekommen. Grund war damals ein Rechtsstreit um die Auftragsvergabe.

Eine österreichisches Unternehmen wollte nicht akzeptieren, das die Erne AG aus Laufenburg AG als Generalunternehmung eingesetzt wurde. Das Appellationsgericht taxierte das Submissionsverfahren 2014 jedoch als korrekt.

Das 73 Meter hohe neue Biozentrum soll ein bestehendes Bildungs- und Forschungszentrum aus dem Jahr 1971 ersetzen. An die Kosten von 328 Millionen steuert der Bund 70 Millionen Franken bei. Basel-Stadt und Baselland übernehmen je rund 130 Millionen. (bz/sda)