Universität Basel

Schrittweise Liquidation des Konfuzius-Instituts

Die Universität Basel spart mit der Schliessung des Konfuzius-Institution 180'000 Franken im Jahr.

Die Universität Basel spart mit der Schliessung des Konfuzius-Institution 180'000 Franken im Jahr.

Die Türen sind geschlossen, das Konfuzius-Institut der Universität Basel hat den Betrieb eingestellt. Im Frühjahr hat die bz diesen Schritt angekündigt, per Ende September wurde der Geschäftsführerin gekündigt.

Nach der Kündigung hat sich die Geschäftsführerin nun auch aus dem Handelsregister ausgetragen. Der Verein ist allerdings weiterhin nicht liquidiert und die Website wird als Archivvariante noch drei Jahre aufgeschaltet sein.

Offiziell wurde die Schliessung damit begründet, dass es in der Region genügend Sprachkurse für chinesisch gibt und dass das Institut deshalb nicht mehr notwendig sei. Die 500 Konfuzius-Institute, die entstanden sind, stehen jedoch auch zunehmend im Verruf, Propagandainstrument der chinesischen Regierung zu sein.

So gehen weltweit immer mehr Institutionen auf Distanz zu den Konfuzius-Instituten. China hat zuletzt versucht, Gegensteuer zu geben, und übertrug die Verantwortung von der chinesischen Behörde Hanban an zivilgesellschaftliche Stiftungen.

Für Basel kommt dieses Einlenken zu spät. Die Universität Basel spart dadurch jährlich 180'000 Franken.

Autor

Christian Mensch

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