Der Landkreis Lörrach hat mit einer gestrigen Verfügung eine Schutzzone von 500 Metern Breite entlang des Rheins angeordnet. Hintergrund ist, dass bei verendeten Vögeln am Bodensee das Virus der Geflügelpest nachgewiesen wurde. Am 4. November wurden im Bereich des Konstanzer Hafens 33 tote Reiherenten, ein weiteres Tier in Radolfzell und zwei Tiere in Ludwigshafen tot aufgefunden. Alle hatten die Vogelgrippe.

Die Sicherheitsmassnahmen am Rheinufer erfolgten aufgrund der derzeitigen Gefährdungssituation, heisst es in der Medienmitteilung des Landkreises. Sie gelten bis 31. Juli 2017. So müssen Eingänge zu Geflügelhaltungen mit Einrichtungen zur Schuhdesinfektion versehen werden. Ausserdem ist der Zukauf von Geflügel über Geflügelmärkte, Geflügelbörsen oder mobile Geflügelhändler verboten. Weiter steht in der Verordnung: «Bei Verwendung von Einwegkleidung ist diese unverzüglich nach Gebrauch unschädlich zu machen.» Geflügelbörsen und Märkte sowie Veranstaltungen anderer Art, bei denen Geflügel verkauft oder zur Schau gestellt wird, sind verboten. (BZ)