Gravit’eau heisst das Projekt, das am Freitagabend in Basel den Schweizer Nachhaltigkeitspreis Prix Eco gewonnen hat: einfache Technik, kaum Unterhalt, aber grosse Wirkung. Mit dem vom ETH-Wasserforschungsinstitut Eawag und der Fachhochschule Nordwestschweiz entwickelten System kann Wasser von Viren, Bakterien und Protozoen befreit und so geniessbar gemacht werden.

In Uganda sind bei Schulen und Spitälern bereits erste Wasserkioske entstanden, wo man sauberes Trinkwasser beziehen kann. Das Projekt soll nicht nur die Lebensgrundlage sichern, sondern ein Geschäftsmodell werden.

15 000 Franken ist der Hauptpreis wert. Dazu kommt ein Start-up- Coaching im Wert von 5000 Franken. Die Preisverleihung fand im proppenvollen Theater Basel im Rahmen des Eco Naturkongresses statt, der sich schwergewichtig mit dem Thema Wasser beschäftigte.

Entsprechend wurde der Bündner «Wasserbotschafter» Ernst Bromeis, der unter anderem den Rhein von der Quelle bis zur Mündung durchschwamm, als «Hoffnungsträger» ausgezeichnet.

Der Publikumspreis ging an das ungewöhnliche Projekt Aquaero, mit dem Wasser aus der Atmosphäre gewonnen werden soll. Die Start-up-Firma hat den Tatbeweis bereits erbracht.

Mit einem Spezialpreis geehrt wurde zudem die Organisation Viva con Aqua, die Bindeglied zwischen den jungen Menschen in den betroffenen Ländern und den diversen technischen Wassergewinnungsprojekten sein will.