Statt den Boden bearbeiten die Jungen sich gegenseitig die Helme mit quietschenden Gummihämmern. So beginnt das Fasnachtsbändeli 2014 «Schweschter Maria - e himmlischi Komödie» aus der Feder von Peter Keller.

Die Geschichte: In einer der Gruben auf dem Kasernenareal finden Max (Ben Gasser) und Meli (Janina Gasser) einen Totenschädel. Strassenwischerin Maria Lustrinelli (Silvia Alioski) kommt hinzu und fällt angesichts des Schädels gleich mehrmals in Ohnmacht. Woher nur kommt der Schädel? Wie soll es jetzt mit Maria weiter gehen? Polizistin Martina Herrmann (Silvia Ferrari) ist überzeugt, dass eine Gewalttat vorliegt und schickt Maria im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms ins Männerkloster Mariastein.

Humor für Kinder und Eltern

Die Charaktere sind wunderbar klischiert: Polizistin Martina Herrmann (Silvia Ferrari) ist eine übereifrige Nervensäge, Klosterbruder Lyrus (Manuel Müller) hat immer den passenden Bibelvers – pardon: Värs – bereit und Kommissar Spüürli (Markus Jeppesen) mimt den jovialen Alleskönner. Strassenwischerin Maria sorgt mit ihrem Italo-Slang für Erheiterung und bringt mit ihrem überemotionalen Auftreten die Mönche in Bedrängnis. In die kurzweiligen Dialoge ist ab und zu ein politisch angehauchter Witz eingewoben. Natürlich fehlt weder die Gugge noch die Clique auf der Bühne. Für Abwechslung im beinahe zweistündigen Programm sorgt Tschoo Klappsmaa (Roger Gugger), benannt nach einem allseits bekannten Chorleiter. Er fordert seinen Chor – also das Publikum – mehrmals zum Mitsingen auf. Und zum Schluss begeistert das Fasnachtsbändeli mit einer Reihe Schnitzelbänke für Gross und Klein – und verabschiedet das begeisterte Publikum mit einem Fasnachtsbändeli-Regen in den frühen Abend.