Unter den 80 Schwiizergoofe ist Janina die einzige Baslerin. «Das stört sie aber nicht», meint ihre Mutter. Janina teile ihre Leidenschaft für Musik gern mit anderen. Mit dem Singen angefangen hat die Zehnjährige vor zwei Jahren. «Damals gab es im Herbst eine CD, die sie rauf und runter hörte», erinnert sich die Mutter. Sie hat ihre Tochter dann bei den Schwiizergoofe angemeldet. «Singen und Tanzen», sagt Janina, «haben mir sofort gefallen.»

Ein Instrument spielt Janina nicht. «Aber ich hätte gerne ein Keyboard». Viel Zeit dafür würde ihr aber nicht bleiben. «Ich habe zu viele Hobbys», sagt sie. Neben dem Singen geht sie noch ins Schwimmen, dann lernt sie Englisch und spielt Eishockey («ich bin Goalie»). Auf dem Eis steht sie seit dem sechsten Lebensjahr. «Aber sie wusste schon vorher, was die Farben Gelb und Blau zu bedeuten haben», sagt ihre Mutter. Woher sie das weiss? «Von Papi. Er ist HC-Davos-Fan».

Mit dem Schwimmen hört Janina demnächst auf. Dann gibt es Platz für anderes. «Ab Januar kann sie Singunterricht nehmen», verrät die Mutter. Denn ihre Stimme sei aufgefallen. «So habe ich aber auch wieder mehr Zeit für meine Lieblingssendungen», fügt Janina hinzu.

Seich gehört dazu

Im Singcamp war es anstrengend. «Wir haben Lieder aufgenommen und Choreos einstudiert. Ein bisschen Seich gehörte da aber auch dazu». Die 80-köpfige Kinderschar jeweils unter Kontrolle zu halten, erscheint leichter als gedacht. «Sie haben trotzdem Disziplin», antwortet ihre Mutter. «Da haben die Betreuer ihre besonderen Tricks.»

Nervös sei sie nicht wirklich, beteuert die Schülerin. «Ich freue mich auf das vierte Lied. Dort singe ich ein Solo», sagt sie mit leuchtenden Augen. Geprobt wird einmal die Woche. «Sonst darf ich nicht an den Konzerten mitmachen.»

Beim Auftritt der Schwiizergoofe am Vortag in Winterthur wurde es spät. Das Ganze wurde vom Schweizer Fernsehen aufgezeichnet. «Bald komme ich ins Fernsehen», antwortet Janina singend. «Die anderen auch, nicht nur du», antwortet ihre Mutter. Janina lehnt sich in ihren Stuhl zurück und gähnt. Die Woche war anstrengend.

Singen bleibt ein Hobby

Was sie später werden will, weiss sie noch nicht. «Aber ich will unbedingt einen Bauernhof», sagt sie voller Freude und klatscht in die Hände. Der Grund dafür sind die Tiere. «Und ich liebe es, spät ins Bett zu gehen». Den Einwand ihrer Mutter, ein Bauer müsse eher früh ins Bett, quittiert sie mit einem Lachen.

In Zukunft möchte sie weiterhin singen – aber eher als Hobby. «Du kannst machen was du willst, Mama unterstützt dich dabei», sagt ihre Mutter. «Darf ich auch einen Zoo haben?» - «Das musst du selber machen, da mache ich nicht mit.»

Schwiizergoofe. Sonntag, 16 Uhr, Volkshaus Basel. Tickets sind erhältlich unter www.schwiizergoofe.ch