Zolli Basel
Seelöwen-Nachwuchs: Klein Kelsey entdeckt das Wasser und die Welt

Am 19. Juni ist im Zoo Basel eine Seelöwin namens «Kelsey» zur Welt gekommen, die in den Becken seit Kurzem ihre ersten Sprünge übt. So hohe Sprünge wie ihr Vater schafft sie aber noch lange nicht, denn dazu braucht es ein langes Training.

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Am 19. Juni erblickte Klesey im Zoo Basel das Licht der Welt.
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Wie im Zoo sind die Seelöwen auch in der Wildbahn nicht von Anfang an in Kontakt mit dem Wasser.
Seelöwen-Nachwuchs im Zolli Basel
...doch bei den Showfütterungen kann sie trotzdem noch nicht mitmachen. Dafür ist sie noch zu klein...
...und muss ihren älteren Kollegen den Vortritt lassen.
Beim Training darf der Tierpfleger die Mundhöhlen, Ohren und Augen des Seelöwen kontrollieren, die ihm das Tier freiwillig präsentiert.
Für die verspielten und neugierigen Tiere bedeutet das tägliche Training vor allem eine willkommene Abwechslung im Zooalltag.
Besonders der Vater von Kelsey, Uranus, hat Freude an der Zusammenarbeit.
Nur zu gerne springt er mit einem gewaltigen Satz aus dem Wasser, um an einen aufgehängten Ball zu kommen.

Am 19. Juni erblickte Klesey im Zoo Basel das Licht der Welt.

Zoo Basel

Bei den Seelöwen im Zoo Basel hat es Nachwuchs gegeben. Die Geburt von Kelsey ist schon eine Weile her. Lange hat sich die Seelöwin, die am 19. Juni zur Welt kam, fern der Besucheraugen im Stall aufgehalten. Seit Anfang September kann man sie aber richtig schön bei ihren Schwimmübungen beobachten.

Wie im Zoo sind die Seelöwen auch in der Wildbahn nicht von Anfang an in Kontakt mit dem Wasser. In der Wildbahn werden die Jungen an Land geboren und kommen erst nach einigen Tagen mit dem Wasser in Berührung.

Im Zolli kommen die Jungen im Stall zur Welt und gewöhnen sich Schritt für Schritt an das Wasser und den Kontakt zur Gruppe. Unterdessen hat Kelsey das Wasser für sich entdeckt, doch bei den Showfütterungen um 16.00 Uhr kann sie trotzdem noch nicht mitmachen. Dafür ist sie noch zu klein und muss ihren älteren Kollegen den Vortritt lassen.

Gesundheits-Check mit Futtertraining

Das tägliche Training mit den Seelöwen dient einerseits dazu, die Muskeln der Tiere zu trainieren. Andererseits sollen sich die Seelöwen an den Kontakt mit den Menschen gewöhnen. Ein Vertrauensverhältnis entsteht, und dieses Vertrauen kann wiederum zur Gesundheitsvorsorge genutzt werden.

Beim Training darf der Tierpfleger die Mundhöhlen, Ohren und Augen des Seelöwen kontrollieren, die ihm das Tier freiwillig präsentiert. Von dem Vertrauen profitieren auch die Tierärzte. Im besten Fall können sie auf eine Narkose verzichten, wenn sie ein Tier untersuchen müssen.

Für die verspielten und neugierigen Tiere bedeutet das tägliche Training aber vor allem eine willkommene Abwechslung im Zooalltag. Besonders der Vater von Kelsey, Uranus, hat Freude an der Zusammenarbeit. Nur zu gerne schwingt er seine 250kg hinauf auf den Felsen, um sich anschliessend in das kühle Nass zu stürzen.

Oder er springt mit einem gewaltigen Satz aus dem Wasser, um an einen aufgehängten Ball zu kommen. Als Belohnung lockt ein Fisch, doch die Freude am Spiel hat für Uranus bestimmt Vorrang.

Seelöwen haben im Zoo Basel Tradition

Im Zoo Basel lebten 1922 die ersten Seelöwen und seit 1972 ist deren Zucht erfolgreich. Nach einer längeren Pause, verursacht durch das jugendliche Alter des Bullen Uranus, gibt es heute wieder regelmässig Nachwuchs. Bisher sind im Zolli fast 100 Junge aufgezogen worden.

Kelsey wird nun in den nächsten Wochen lernen, was es heisst, ein Seelöwe zu sein. Erzogen wird sie nicht nur von ihrer Mutter Ukaia, deren 8. Kind sie ist, sondern von der ganzen Gruppe. Wenn sie mag, wird auch sie in das tägliche Training einbezogen.

Täglich um 16.00 Uhr findet die Showfütterung statt, und selbst wenn Kelsey daran noch nicht teilnimmt, kann ihr munteres Spiel daneben beobachtet werden - so sie nicht gerade einen Verschnaufschlaf macht.

Die Schimpansen-Familie erhält Zuwachs aus Deutschland

Am Donnerstag, 5. September 2013, um 10.30 Uhr sind die drei neuen Schimpansen im Zoo Basel angekommen. Kume (10), ein Männchen aus Osnabrück, Fifi (20) und Gertruida (20), zwei Weibchen aus Leipzig, waren nach der Fahrt wohlauf und leben sich nun bei uns im Zolli ein. Beide wurden von ihren Pflegern nach Basel begleitet, um in ihrer neuen Umgebung eine vertraute Person bei sich haben.

Zwei Basler Weibchen, Quamisha (20) und Zamana (11), haben den Zoo Basel verlassen und sind nach Leipzig, beziehungsweise Osnabrück umgezogen und kommen dort in neue Familien.