Fesselballon
Seit 22 Jahren kam es zu keinem Unfall mehr

Viele können sich noch an den Unfall beim Verkehrshaus in Luzern erinnern. An diesem Tag starb eine indische Touristin und fünf Fahrgäste wurden verletzt. Die Firma «Aérosol» hatte seit 22 Jahren keinen Ballon-Unfall mehr.

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Es gab seit Jahren keinen Unfall mehr in einem Fesselballon.

Es gab seit Jahren keinen Unfall mehr in einem Fesselballon.

1zoom.me

Wer in der Schweiz von einem am Boden befestigten Fesselballon hört und 2004 schon alt genug war, denkt unwillkürlich an den Unfall beim Verkehrshaus in Luzern. Bei einem Flug mit dem Fesselballon Hiflyer wurden am 23. Juli 2004 eine indische Touristin getötet und fünf weitere Fahrgäste leicht verletzt. Der Ballon war beim Aufsteigen von einer Wind-Böe erfasst und gegen die Wand einer Halle geschleudert worden. Dabei fiel die Frau aus der Gondel und auf das Hallendach. Das Büro für Flugunfalluntersuchungen kam zu dem Schluss, dass der Ballon überladen war und deshalb mit zu geringem Auftrieb startete. Ausserdem hätte die Fahrt trotz schlechten Witterungsbedingungen stattgefunden.

Der Hiflyer wurde nach den Unfall nicht mehr in Betrieb genommen.

Jérôme Giacomoni vom Themenpark kleiner Prinz verweist darauf, dass die dortigen Fesselballone frei stehen und deshalb gegen keinerlei Gebäude stossen können.«Ausserdem werden die Ballon von einem geprüften Piloten bedient und sind so ausgestattet, dass sie geflogen werden können, sollte das Stahlseil reissen, das sie am Boden befestigt.» Die Ballone im Freizeitpark starten bis zu einer Windgeschwindigkeit von 35 Stundenkilometern. Von den 75 Ballonen, die Giacomonis Firma «Aérosol» seit 22 Jahren verkauft hat, betreibt sie acht selber – darunter in Parks von Disney. Letztere sind bei Sicherheitsfragen aufgrund der Klagemöglichkeiten in den USA sehr anspruchsvoll. «Zu einem Unfall ist es in den 22 Jahren bisher nirgendwo gekommen», sagt Jérôme Giacomoni. (psc)