Der Basler Pop-Preis ist der Anlass im Jahr, an dem sich die Basler Bandszene und ihre Unterstützer selbst feiern. Hier wird aus dem vielseitigen Kreativ-Kuchen der ganzen Region ein Vertreter gewürdigt, der mit seiner Arbeit am meisten hervorstach. Er ist gleichzeitig aber die «Krönung alles Wertvollen, das der RFV leistet», sagte Ramon Vaca, Präsident des Vereins zur Förderung der lokalen Popkultur. Bereits zum siebten Mal verlieh der RFV die begehrte Trophäe. 

Von den fünf nominierten Bands haben Serafyn die Jury am meisten überzeugt. Sie setzen sich gegen die beiden harten Rockbands Zatokrev und Bitch Queens, das Singer-Songwriter-Urgestein Baum und Brandhärd, die Basler Hip-Hop-Band schlechthin, durch.

Serafyn gewinnen den Basler Pop-Preis 2015

Serafyn gewinnen den Basler Pop-Preis 2015

Eine grosse Überraschung, nicht nur für die jungen Musiker selbst, deren Bühne vor noch nicht allzu langer Zeit die Strasse war. Steffi Klär, ehemalige Programmverantwortliche der Basler Kuppel, sprach deshalb von einer «mutigen Wahl».

«Wir haben das wirklich nicht erwartet, können das Geld aber sehr gut gebrauchen», sagte die Texterin von Serafyn, Anna Erhard vor dem Stelldichein der Basler Musikszene. 

Serafyn –The Netherlands

Serafyn kommen aus Basel, sind aber selbst in ihrer Heimatstadt immer noch wenig bekannt. Die Besetzung der fünfköpfigen Band ist ungewöhnlich: zwei Cellos, ein Kontrabass, eine akustische Gitarre, Perkussion. Für den Gesang zeichnen die drei weiblichen Bandmitglieder verantwortlich mit ihren glockenhellen Stimmen.

Publikumspreis an Brandhärd

Beim von der bz präsentierten Publikumspreis gab es ein veritables Foto-Finish. Zwischenzeitlich trennten lediglich vier Stimmen den Sieger vom Zweitplatzierten. Letzten Endes konnten aber die Rapper von Brandhärd ihre Fans am besten mobilisieren: Zum zweiten Mal sicherten sie sich den prestigeträchtigen Titel. Über 1000 Stimmen konnten sie auf sich vereinen. 

Brandhärd erhalten den Publikumspreis

Brandhärd erhalten den Publikumspreis

Die Rap-Urgesteine hatten ihre zweite Nomination mit ihrem kürzlich veröffentlichten Album «Zuckerbrot und Peitsche» gerechtfertigt, das direkt auf den vierten Platz der Schweizer Albumcharts einstieg.

Brandhärd – Umarm Sie

Brandhärd sind Nachfolger der Soul-Sängerin Ira May aus Sissach. Auch sie hatte in diesem Jahr einen Auftritt: Ihr Konzert beschloss den Abend in der Kaserne – auch wenn für viele die Feierlichkeiten dann wohl erst begonnen haben.

Der Auftritt von Ira May nach der Verleihung.

Der Auftritt von Ira May nach der Verleihung.

(bro)