Schönheitswettbewerb
«Sexistisch»: Juso will Miss-Schweiz-Wahl in Basel verhindern

Nach nur einem Jahr verliert Bern die Miss-Schweiz-Wahl bereits wieder. Die Show werde 2015 in Basel über die Bühne gehen, teilten die Organisatoren am Freitag mit. Die Juso der Stadt Bern sind erfreut, die Basler Kollegen weniger.

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In einem Zelt auf dem Bundesplatz fand die Miss-Schweiz-Wahl 2014 statt. Nun wird sich das ändern. Die Show wird 2015 in Basel über die Bühne gehen.

In einem Zelt auf dem Bundesplatz fand die Miss-Schweiz-Wahl 2014 statt. Nun wird sich das ändern. Die Show wird 2015 in Basel über die Bühne gehen.

Keystone

Die Miss-Schweiz-Wahl zieht von Bern nach Basel. Der Schönheitswettbewerb soll am 7. November im Musical Theater Basel stattfinden. Die Jungsozialisten der Stadt Bern sind erfreut über den Wegzug der Veranstaltung, jedoch wollen sie gemeinsam mit ihren Basler Parteikollegen weiterhin gegen die Wahl kämpfen.

Eine Veranstaltung, die das Aussehen von Menschen in den Mittelpunkt stelle und sie zu Objekten degradiere, sei offenen und modernen Städten wie Bern und Basel nicht würdig, heisst es in einem gemeinsamen Communiqué der Jungsozialisten Bern und Basel-Stadt.

«Wir sind erfreut über den Teilsieg in Bern», meint Beda Baumgartner, Präsident der Basler Juso. Gleichzeitig kündigt er auch im neuen Veranstaltungsort Basel Widerstand an. «Wir werden diese Veranstaltung auch in Basel nicht tolerieren und uns gegen die Durchführung der Wahl wehren.»

Die Veranstalter haben sich für Basel «aufgrund der kulturellen und weltoffenen Ausstrahlung» der Stadt entschieden, schreibt die Miss Schweiz Organisation AG.

Der Wettbewerb war 2014 erstmals in Bern über die Bühne gegangen. Allerdings gab es Misstöne. Zuerst wurde die «Verkommerzialisierung» des Bundesplatzes angeprangert. Dann protestierte am Abend selber eine Gruppe junger Leute gegen die Wahl, worauf es zu einem umstrittenen Polizei-Einsatz kam.

Trotzdem erklärten die Organisatoren Mitte Oktober 2014, sie wollten an Bern als Standort festhalten. Die Veranstalter waren am Freitag für eine Stellungnahme nicht erreichbar, ebensowenig die Stadt Bern.

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