Euro-Airport
Sicherheitspersonal will streiken – Passagiere sollen früher anreisen

Am Samstag will das Sicherheitspersonal am Euro-Airport streiken. Die Flughafenbetreiber empfehlen den Passagieren, spätestens zwei Stunden vor dem Abflug anzureisen. Es könnte zu Verspätungen kommen. Auch die französische Bahn streikt.

Peter Schenk
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Weil das Sicherheitspersonal streikt, könnte es am Samstag zu Verspätungen kommen.

Weil das Sicherheitspersonal streikt, könnte es am Samstag zu Verspätungen kommen.

Keystone

Das Sicherheitspersonal des Unternehmens Samsic hat ab heute einen Streik auf dem Euro-Airport (EAP) angekündigt, teilt der EAP in einer Medienmitteilung mit. Die Firma Samsic ist im Auftrag des Flughafens unter anderem für die Sicherheitskontrollen der Passagiere zuständig.

Laut EAP-Mediensprecherin Vivienne Gaskell arbeiten 230 Personen der Firma Samsic auf dem Flughafen; 90 Prozent davon bei Passagierkontrollen. Knapp 100 Personen hätten angekündigt, sich an dem Streik zu beteiligen. 50 deponierten die Ankündigung für den unbegrenzten Streik am Donnerstag bei der Niederlassung der Firma in Mulhouse.

Sicherheitspersonal eingeflogen

Der EAP geht davon aus, dass die Auswirkungen auf den Verkehr auf ein Minimum reduziert werden können. «Verspätungen sind trotzdem möglich. Zurzeit ist nicht mit Annulierungen zu rechnen», heisst es in der Mitteilung. Der EAP hat Sicherheitspersonal von anderen Flughäfen aufgeboten, das per Flugzeug anreisen wird. «Das Sicherheitspersonal arbeitet Schicht und wir brauchen pro Tag 30 bis 40 Leute», präzisiert Vivienne Gaskell.

Der EAP empfiehlt den Passagieren, sich spätestens zwei Stunden vor der Abflugzeit auf dem Flughafen einzufinden. «Es ist wichtig, dann sofort durch die Sicherheitskontrollen zu gehen», betont Gaskell. Aufgrund der Sommerferien ist an diesem Wochenende mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen.

In einem gemeinsamen Kommuniqué verlangen die Gewerkschaften CGT und CFDT von der Firma Samsic die Verbesserung der Arbeitsorganisation und -bedingungen sowie individuelle Lohnanpassungen. Ausserdem wollen sie eine Bruttolohnerhöhung von 300 Euro pro Person. Insbesondere diese Forderung sorgt dafür, dass die Verhandlungen hart geführt werden. Dass es noch in letzter Sekunde zu einer Einigung kommt, ist zwar nicht auszuschliessen, aber unwahrscheinlich.

Nur einer von drei Zügen fährt

Im Elsass wird dieses Wochenende nicht nur auf dem Flughafen gestreikt. Bereits seit einer guten Wochen fordern die Lokführer der SNCF-Niederlassungen Belfort und Mulhouse bessere Arbeitsbedingungen und streiken dafür. Laut einer Medienmitteilung der SNCF verkehrt Samstag wie Sonntag auf den Strecken Basel-Mulhouse, Mulhouse-Colmar und Mulhouse-Belfort nur einer von drei Regionalzügen TER Alsace.

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