Sitzstreik

Sie lassen nicht locker – die Schüler demonstrieren erneut fürs Klima

Gletscherschmelze, Waldbrände in Schweden, Taifune in Asien oder Hitzesommer in der Region Basel. Die Folgen des Klimawandels sind längst Realität.

Erneut sind auch Schüler aus der Region Basel dem Aufruf der schwedischen Umweltaktivistin Greta Thunberg gefolgt und am Freitag zum Sitzstreik vor dem Basler Rathaus zusammengekommen. Mit Schildern, Transparenten und auch viel Lärm prangerte die Bewegung die Passivität der Politik gegen den Klimawandel an. Die Schülerinnen und Schüler fordern, dass die Schweiz die Klimakatastrophe offiziell als solche anerkennt. Bis 2030 seien die Treibhausgas-Emissionen im Inland auf null zu reduzieren.

Um sich noch stärker engagieren zu können, will sich die Schülerbewegung «Klimastreik Schweiz» basisdemokratisch organisieren. Für Sonntag ist dazu in der Aula des Basler Gymnasiums Leonhard eine Versammlung geplant. Diskutiert werden soll etwa, welche konkreten regionalen Forderungen die Bewegung aufstellen und wie sie diese einbringen will.

Riehen soll Notstand erklären

Erstes konkretes Beispiel: Das neu gegründete Komitee «Riehener Jugend» fordert den Gemeinderat auf, den Klimanotstand zu erklären und Massnahmen zu erlassen, die darauf abzielen, dass «alle durch die Gemeindebehörden verantworteten Handlungen und Prozesse keine Treibhausemissionen verursachen oder deren Emissionen vollständig kompensiert werden». Gefordert seien alle politischen Ebenen.

Komiteemitglied Philippe Kramer unterstreicht die symbolische Bedeutung eines Klimanotstandes: «Damit würde der Gemeinderat zeigen, dass er die Zeichen der Zeit ernst nimmt und der Bevölkerung gegenüber deutlich machen, dass er bereit ist, die Klimakatastrophe als das zu behandeln, was sie ist: eine Krise, die sofortige Massnahmen erfordert.» (saw)

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