«Wenn es für einen guten Zweck ist und ich Leuten helfen kann, mache ich das gerne», sagt Schnitzelbänkler Peperoni über seinen Auftritt am Benefiz-Abend von Verseni. Der Verein organisiert seit 1997 ein Projekt, bei dem jeweils gut 20 Jugendliche nach Rumänien reisen, um Heimkinder für eine Woche aus ihrem tristen Alltag zu befreien und ihnen in einem Freizeitlager Freude bereiten. Beim gemeinnützigen Bank-Abend sollen «e Hampfle Top-Schnitzelbängg», wie Verseni schreibt, hauptsächlich aktive Fasnächtler anlocken. Die Realität sieht jedoch etwas anders aus.

«Das Publikum wird zur Hälfte aus Aktiven, zur anderen Hälfte aus sonstigen Fasnachtbegeisterten und Unterstützern unseres Projektes bestehen», sagt Thierry Moosbrugger im Namen der Rumäniengruppe. Ihm sei erst beim Anschreiben der Gäste klar geworden, wie viele aktive Fasnächtler in der Woche vor den «drey scheenschte Dääg» noch verreisten.

Singvogel, Peperoni und Dr. FMH

Von den zu Hause gebliebenen nutzen bekannte Schnitzelbänkler wie Dr. FMH, Singvogel oder eben Peperoni die Bühne. Sie geben ihre Verse gratis zum Besten. «Den Keller der Stainlemer Alte Garde bekommen wir ausserdem äusserst günstig dazu», sagt Moosbrugger. Bei einem Eintritt von 100 Franken und einem fast ausverkauften Keller nehmen die Organisatoren beim Event am Mittwoch 5000 bis 6000 Franken ein. «Das ist ungefähr ein Viertel von dem, was wir am Ende brauchen.» Pro jugendlichem Teilnehmer, der im Sommer in das kleine Bauerndorf Verseni reist, rechnet Moosbrugger mit Kosten von 900 Franken. Das Dorf liegt etwa 300 Kilometer nordöstlich von Bukarest und somit in der ärmsten Gegend des Landes.

«Bis jetzt haben wir das nötige Geld immer zusammen gebracht. Oft konnten wir sogar noch mehr auftreiben», sagt Moosbrugger. Mit dem überschüssigen Geld werden dem Heim alltägliche Dinge wie Glühbirnen oder Tiernahrung bezahlt.

Die Idee zur erstmaligen Ausführung des Benefiz-Schnitzelbank-Abends entstand während der letztjährigen Fasnacht. Zusammen mit den rumänischen Kindern haben die Jugendlichen im Lager 2013 Schnitzelbänke gesungen. Die Begeisterung sowohl bei den Kindern als auch bei den Organisatoren war dann die Initialzündung für die Premiere. Dass sich viele renommierte Schnitzelbänkler am Mittwoch ab 20 Uhr die Ehre geben, verwundert Moosbrugger nicht: «Wir wissen um die Stärke unseres Projektes. 75 Prozent aller gespendeten Gelder fliesst direkt in das Heim. Diesen Fakt wissen Investoren natürlich zu schätzen.»

FCB-Spende von Greenpeace-Geld

So erklärt sich auch das Engagement des FC Basel. Als Wiedergutmachung für den erlittenen Schaden durch die Greenpeace-Aktion vom Oktober 2013 im Joggeli einigte man sich auf Vorschlag des FCB, einen Teil des Greenpeace-Geldes an das Kinderheim zu zahlen, das der Schweizer Meister seit ein paar Jahren unterstützt. FCB-Präsident Bernhard Heusler sponserte 2011 ausserdem aus der eigenen Tasche einen Rasen für den Fussballplatz des Heims. Nach dem Motto: «Wenn es für einen guten Zweck ist und ich Leuten helfen kann, mache ich das gerne.»