Sinfonieorchester Basel
Sinfonieorchester Basel startet selbständig in die neue Saison

Die Stiftung Sinfonieorchester Basel startet mit einer grossen Veränderung in die neue Saison: Sie übernimmt die Organisation, Finanzierung und künstlerische Leitung ihrer Konzertreihen selbst.

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Das Sinfonierorchester Basel mit dem Chor des TheaterBasel unter dem Dirigenten Axel Kober am Neujahrskonzert.

Das Sinfonierorchester Basel mit dem Chor des TheaterBasel unter dem Dirigenten Axel Kober am Neujahrskonzert.

Martin Töngi

Die Stiftung Sinfonieorchester Basel übernimmt die Organisation, Finanzierung und künstlerische Leitung ihrer Konzertreihen selbst. Bisher oblagen diese Aufgaben der Allgemeinen Musikgesellschaft Basel (AMG).

Die Trennung der beiden Kulturinstitutionen war Mitte Februar bekanntgegeben worden. Es sei kein abrupter Entscheid gewesen, sagte Stiftungsratspräsidentin Barbara Schneider heutevor den Medien. Die Stiftung habe sich auf diese Situation vorbereiten können.

Künftig werde es möglich sein, die Auslastung der Konzerte zu kontrollieren. Bisher habe die Stiftung darüber nicht informieren können: «Wir waren vom Veranstalter gemietet», sagte Schneider.

Neue Kooperationen

In der Saison 2012/13 müsse nun «die Selbständigkeit unter Beweis gestellt werden». Auch müsse die Auslastung gesteigert werden, um das Defizit von mehreren 100'000 Franken zu reduzieren.

Nebst den beiden Abonnements-Konzertreihen wird das Orchester zahlreiche andere Konzerte geben. Neu werden vor allem für ein jüngeres Publikum Late-Night-Veranstaltungen organisiert. Die sechs Konzerte werden in unterschiedlicher Besetzung an mehreren Standorten aufgeführt.

Eine neue Zusammenarbeit wird es zudem mit Orange Cinema geben. Das Sinfonieorchester will in Basel, Bern und Zürich zum Stummfilm «City Lights» von Charlie Chaplin die Musik beitragen. Auch mit diesen Vorstellungen will das Sinfonieorchester neue Interessenten anlocken.