Hochprofessionelle Rennvelos, Citybikes und sogar aufgemotzte Cruiser-Bikes bevölkerten am Sonntag die Strassen in Basel und der Region. Der 6. «slowUp» sorgte in seiner Ausgabe 2012 für Ausnahmezustand auf den Strassen – und lockte neben Velofahrern auch zahlreiche Inline-Skater an.


Perfektes Wetter und neue Route

Bei herrlichem Spätsommer-Wetter und angenehmen 21 Grad zählten die Organisatoren über 65 000 Teilnehmer. «Es dürften sogar noch mehr gewesen sein. Das werden wir aber erst wissen, wenn die genauen Zahlen vorliegen», sagt Wendel Hilti, Organisator des Anlasses. «Der slowUp 2012 war ein grosser Erfolg.» Gründe dafür waren laut Hilti «das perfekte Wetter und die neue Route».
Erstmals führte die slowUp-Strecke in dieser sechsten Ausgabe auch durch das Grossbasel und Riehen. Für die teilnehmenden Kinder war vor allem die Fahrt durch den Nauentunnel unter dem Centralbahnplatz ein Highlight. Singend und jauchzend nahmen sie die Passage nach dem Heuwaage-Viadukt in Angriff. Auch auf der restlichen Strecke herrschte fröhliche bis ausgelassene Volksfeststimmung.


«Teurere Strecke hat sich gelohnt»


Durch die neue Streckenführung hatte sich der Aufwand für die Organisatoren verdoppelt. Vor allem die Gewährleistung der Sicherheit war durch die Route durchs Grossbasel aufwändiger. «Das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Das Feedback der Teilnehmer zur neuen Strecke war sehr gut», sagt Hilti.


Weniger erfreut von der neuen Streckenführung waren die Teilnehmer des Strassenverkehrs. Teilweise kam es zu grösseren Behinderungen. Auf der Stadtzufahrt von der Autobahn A2 her Richtung Bahnhof wurden die Fahrzeuge über das Gundeli-Quartier umgeleitet. Dadurch entstanden zwischenzeitlich längere Rückstaus. «Das war aber nicht dramatisch», sagt Polizeisprecher Klaus Mannhart. Auch sonst verzeichnete die Polizei trotz der grossen Besucherzahl keine besonderen Vorkommnisse.


Der slowUp war der Auftakt und eines der Highlights der Mobilitätswoche Basel Dreiland. Noch bis zum nächsten Samstag finden täglich Aktionen mit Fokus auf nachhaltigen Mobilitätsformen statt.