Nun könnte das «Sex-Zimmer» im Basler Erziehungsdepartement zum Politikum werden. Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Grossen Rates spielen laut Recherchen der bz mit dem Gedanken, eine Untersuchung einzuleiten. Beschlossen sei aber noch nichts.

Die «Schweiz am Wochenende» hatte bekannt gemacht, dass ein Teamleiter im Erziehungsdepartement in einem allgemeinen Pausenraum ein «Liebesnest» für sich und eine Aushilfe eingerichtet hatte. Er drängte zudem eine langjährige Mitarbeiterin zur Kündigung und überwachte diese mit einer Kamera. Nachdem die Ombudsstelle sowie Vorgesetzte darauf aufmerksam geworden waren, wurde der Mann fristlos entlassen.

Wie war es möglich, dass der Mann über längere Zeit ungestört ein solches «Liebesnest» nutzen konnte? Welche Lehren hat die Kantonsverwaltung aus den Vorfällen gezogen? Solche und andere Fragen interessieren die GPK-Mitglieder. Der Jahresbericht der Ombudsstelle, die den Fall schildert, sei ohnehin für die nächste Sitzung traktandiert. Deshalb sei es wahrscheinlich, dass die Kommission eine Untersuchung einleiten werde, sagen mehrere Mitglieder übereinstimmend. (dba)