Ausstellung

Skelette leisten «Knochenarbeit» im Museum

Knochen tragen viele Informationen in sich: Exponat der Ausstellung in Basel (Bildquelle: www.nmb.bs.ch)

Knochen tragen viele Informationen in sich: Exponat der Ausstellung in Basel (Bildquelle: www.nmb.bs.ch)

Dass ins Grab mitgenommene Geheimnisse nicht immer dort bleiben, zeigt die Sonderausstellung «Knochenarbeit. Wenn Skelette erzählen» im Naturhistorischen Museum Basel: Knochen können auch posthum noch allerhand verraten über Beruf, Ernährung oder Todesursache.

Das menschliche Skelett speichert im Lauf des Lebens Informationen über den Alltag der betreffenden Person. Welche Bewegungen die Knochen belasten und welche Lebensumstände die Gesundheit bestimmen, bleibt nach dem Ableben ablesbar. Fachleute nutzen Knochen in detektivischer Kleinarbeit als historische Belege.

Die Ausstellung will Besuchenden anhand von Knochenanalysen den Alltag von längst Verstorbenen rekonstruieren. Auch deren soziale Verhältnisse werden ein Stück weit dokumentiert. Wissenschaftliche Methoden werden im Museum verständlich erklärt - solche sind ja durch Gerichtsmedizin-Fernsehserien populär geworden.

Die Exponate, neben ganzen Skeletten auch Schädel und anderes, sind aus dem echten früheren Leben gegriffen: Die anthropologische Sammlung des Museums umfasst rund 10'000 menschliche Skelette, die hauptsächlich von Grabungen aus Basel stammen. Beispielsweise wurden sie exhumiert bei aufgehobenen Friedhöfen.

Das eigentliche Knochenlager des Museums wird bei Führungen zugänglich gemacht. Das Ausstellungs-Rahmenprogramm bereitet ferner unter anderem das morbide Thema für Kinder auf.

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