Messe-Baustelle
Slowenische Arbeiter: 100'000 Franken zu wenig Lohn kassiert

Wenige Stunden nachdem die Messe-Verantwortlichen vor die Medien traten, verschickte das Basler Metallbaugewerbe eine Mitteilung. Die Mindestlohnverstösse zweier Firmen auf der Messe-Baustelle allein würden rund 100 000 Franken betragen.

Moritz Kaufmann
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Slowenische Arbeiter sollen 100 000 Franken zu wenig verdient haben. Juri Junkov

Slowenische Arbeiter sollen 100 000 Franken zu wenig verdient haben. Juri Junkov

Juri Junkov

Unabhängig von der Pressekonferenz der Messe-Verantwortlichen meldete die Paritätische Kommission des Basler Metallbaugewerbes ebenfalls am Mittwoch, dass sich die Verfehlungen einer deutschen und einer slowenischen Metall- und Stahlbaufirma konkretisiert haben.

Sanktionen eingeleitet

Zusammengerechnet seien die Löhne der Arbeiter 100 000 Franken unter den geltenden Mindestlöhnen gelegen. Zwar seien wegen der Kontrolltätigkeiten Nachzahlungen gemacht worden. Auch hätten sich dadurch die Verstösse minimiert. Trotzdem werden nun Sanktionen eingeleitet. Die verantwortlichen Firmen müssen eine Busse zahlen und das Verfahren wird an den Kanton Basel-Stadt weitergeleitet.

Nach den Versprechen der Messe-Verantwortlichen kann man davon ausgehen, dass die slowenischen Arbeiter den Lohn nun von der Messe und der Generalunternehmerin HRS erhalten.