Messe-Baustelle

Slowenischer Arbeiter bekommt 44 000 Franken für kaputte Hand

Die slowenischen Arbeiter erhalten ihren Lohn definitiv im Januar. Juri Junkov

Die slowenischen Arbeiter erhalten ihren Lohn definitiv im Januar. Juri Junkov

Die Messe Schweiz hat mit der Gewerkschaft Syna Teile der Entschädigungen für die geprellten Arbeiter ausgearbeitet. Vor Weihnachten bekommen die Arbeiter ihren Lohn jedoch nicht – dafür sind die Stundenabrechnungen zu unübersichtlich.

Am ersten Verhandlungstag zwischen der Messe Schweiz (MCH) und der Gewerkschaft Syna habe die MCH Wort gehalten, schreibt die Syna in einer Mitteilung. «Die Messe war bemüht, mit Syna schnelle und gute Lösungen zu finden.» Diese Woche hatte die Messe bekanntgegeben, den auf der Messe-Baustelle geprellten Angestellten des slowenischen Subunternehmens «Matmont d.o.o.»  selber den Lohn nachzuzahlen – und das möglichst noch vor Weihnachten.

Dieses Versprechen kann die Messe nicht einhalten. «Aufgrund unübersichtlicher Stundenabrechnungen ist es leider nicht möglich, dies noch vor Weihnachten abzuwickeln», schreibt die Syna. Im Januar sollen die Arbeiter aber zumindest die Oktoberlöhne, die ihnen noch gar nicht ausbezahlt wurden und die Entschädigungen für den August und September, in denen Dumpinglöhne gezahlt wurden, erhalten. Diese Lohnzahlung werde den Schweizer Ansätzen entsprechen und schnellstmöglich ausgeführt, heisst es in der Mitteilung.

«Erfreuliches und positives Zeichen»

Der slowenische Arbeiter, der im September auf der Messe-Baustelle verunfallt war und einen Teil seiner Hand verlor, wird von der Messe eine Entschädigung von 44000 Franken erhalten. Diese bemesse sich an der sogenannten Integritätsentschädigung, welche die Suva einem Angestellten einer Schweizer Firma entrichten würde. Gemäss den Bestimmungen der Personenfreizügigkeit würden in dem Fall eigentlich allein die slowenischen Sozialversicherungen greifen und der Arbeiter würde eine weit weniger hohe Entschädigung erhalten. Die Messe übernimmt die Entschädigung nach Schweizer Standards aber freiwillig.

«Dass die MCH Messe Basel ihre Verantwortung doch noch wahrnahm, ist ein erfreuliches und positives Zeichen», schreibt die Syna.

Meistgesehen

Artboard 1