Areal Wolf

Smart City Lab Basel eröffnet

Wenige Velominuten südlich des Basler Bahnhofs SBB entsteht auf 160000 Quadratmeter ein neues Quartier. Das Lab, das sich in einer grossen Halle befindet, soll kreative Ideen für die Mobilität und die Verbesserung der Lebensqualität liefern.

Der Kanton Basel-Stadt und die SBB haben am Dienstag das Smart City Lab auf dem Areal Wolf eröffnet. Ziel ist es, die Mobilität und die Städte von morgen zu gestalten. Auf dem Wolf, der nur wenige Velominuten südlich vom Basler Bahnhof SBB liegt, soll ab 2024 auf 160 000 Quadratmetern ein neues Quartier entstehen, das Gewerbe, Büros und Wohnungen vereinigt.

In der 1200 Quadratmeter grossen Halle, in der es im ersten Obergeschoss noch Büros gibt, sollen Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung innovative Lösungen für die Stadt von morgen zur Verbesserung der Lebensqualität und der Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Schweiz entwickeln und testen. Bei Bedarf kann das Labor auf weitere Hallen mit insgesamt 7500 Quadratmetern ausgebaut werden.

Der thematische Fokus liegt auf den Bereichen Mobilität und Logistik. Erste Partner arbeiten in den Bereichen City-Logistik, Lichtsteuerung, Energie, Verkehrszählung und 3D-Daten. Für das Lab gibt es noch kein festes Budget. Lukas Ott, Leiter Kantons- und Stadtentwicklung, sagte zur bz: «Der Kanton steuert vor allem Manpower bei. Der Wolf soll der Schwerpunkt der Kantons- und Stadtentwicklung werden.»

Experimentierfeld für bessere Lebensqualität

Für die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (Grüne)  ist das Lab ein Experimentierfeld. «Neue Techniken sollen gezielt für die Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt werden.» 

Der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth (CVP) äusserte sich als Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen: «Bei der Digitalisierung hat die Schweiz nach Luft nach oben.» Würth verwies auf Estland, das bei diesem Thema europaweit führend sei. «Sie begründen dies damit, dass sie mit ihrem Staat auf der grünen Wiese anfangen mussten und kein Geld hatten.» In der Schweiz sei der Reichtum bisweilen kontraproduktiv. Er äusserte die Hoffnung, dass das Basler Lab als Leuchtturm in die ganze Schweiz ausstrahle.

SBB-Chef Andreas Meyer setzte auf das Labor als offene Ideenwerkstatt.

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Autor

Peter Schenk

Peter Schenk

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