Miss-Schweiz-Wahlen

Snezana Stojadinovic könnte die erste Miss Schweiz aus Basel werden

Die 21-Jährige Sachbearbeiterin aus Basel träumt schon seit mehreren Jahren von einer Teilnahme an der Miss-Schweiz-Wahl. In diesem Jahr hat sie den Schritt gewagt.

Blauer Regenschirm, blonde Haare, makelloses Make-up und Jeans-Outfit zu braunen Ankleboots. Snezana Stojadinovic setzt trotz des miesen Wetters ein Lächeln auf und entscheidet sich für die Confiserie Brändli, um zu plaudern. «Ich bin gerne hier», sagt die 21-Jährige. Die Stimmung sei familiär und die Bedienung freundlich.

Grosser Schritt

Die Innenstadt ist ihr bevorzugter Ort, wenn sie ausgeht. «Ich bin eigentlich immer in der Steinen, wenn ich hier bin», sagt die gebürtige Serbin lachend. Seit ihrer Anmeldung zur Miss-Schweiz-Wahl sei sie öfters in Zürich. «Es war ein grosser Schritt für mich und hat viel Überwindung gekostet.» Geholfen habe ihr ihre Schwester. «Wir machen eigentlich ziemlich viel zusammen», sagt Stojadinovic lachend. Ihr Freund habe sie ebenfalls unterstützt. «Glücklicherweise, denn normalerweise sind Männer in dieser Beziehung eher zurückhaltend.»

Siebzehn ist das Mindestalter für die Teilnahme an der Miss Schweiz Wahl. Stojadinovic träumt seit längerem von einer Teilnahme. «Ich hab es dieses Jahr gewagt, weil der Zeitpunkt stimmt.» Die Baslerin hat im April ihre einjährige Weiterbildung als Personalsachbearbeiterin abgeschlossen und steht mit beiden Beinen im Berufsleben. Eines, in das sie zurückkehren möchte, wenn es mit dem Krönchen nicht klappt.

Kameras und Allgemeinwissen

«Ich habe bereits vor meiner Anmeldung gemodelt und werde dies nebenberuflich weiterhin machen.» Kraft und Halt gibt ihr ihr Umfeld, denn die Zeit als Miss-Schweiz-Kandidatin war bisher nicht immer einfach. Die Pre-Shows, in denen seit diesem Jahr die Kandidatinnen vor dem Finale ausgesiebt und geschult werden, seien spannend gewesen. «Allerdings wussten wir nie, was wir am Tag machen müssen.» Es sei ungewohnt gewesen, rund um die Uhr von Kameras begleitet zu werden und sie sei nach wie vor noch nervös vor Auftritten. Am Miss-Schweiz-Titel reizt sie das Reisen und die verschiedenen Shootings. Weder Geld sei der Grund für ihre Teilnahme, noch dass sie die erste Baslerin wäre, die diesen Titel gewinnen würde.

Keine Aktshootings

Mit negativen Erlebnissen versucht sie, gelassen umzugehen. Auch mit der Tatsache, dass sie im Allgemeinwissenstest vor den Wahlen als Schlechteste abgeschnitten hat. «Ich habe die Hälfte der Fragen richtig beantwortet», sagt sie. Niemand habe eine vollkommene Allgemeinbildung. Besonders Politik würde sie interessieren - themenbezogen und punktuell. Sie habe Interesse daran, was in der Schweiz passiere. «Ich finde es gut, dass ich mit meiner Stimme etwas bewegen kann.» Die Sachbearbeiterin bedauert, dass aufgrund eines Tests ihre Intelligenz bewertet wird. Trotz dieser Schwierigkeiten ist sie sich in einem sicher: «Ich möchte nicht, dass das was ich erreicht habe, mich ändert.» Dazu gehört auch, sich nicht als Aktmodell zur Verfügung zu stellen. «Bikini und Unterwäsche sind in Ordnung, aber ich glaube, dass die Fantasie des Betrachters spannender ist, als die nackte Realität.»

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