Kult

So ein Kasperlitheater! Museum der Kulturen zeigt die Geschichte des Zipfelmützenträgers

Ein Basler macht den Kaschper: David Bröckelmann leiht dem Kasperli die Stimme.

Ein Basler macht den Kaschper: David Bröckelmann leiht dem Kasperli die Stimme.

Das Museum der Kulturen Basel widmet der legendären Kasperli-Figur und seinen exotischen Verwandten aus Asien eine Ausstellung. Im Rampenlicht stehen die Spassmacher und Dämonen, die in jedem Figurentheater vorkommen.

Ausgangspunkt der Sonderausstellung «Bima, Kasper und Dämon» ist die grosse Indonesiensammlung, die Werner Gamper und Verena Liechti Gamper 2017 dem Museum der Kulturen geschenkt haben. Herzstück der Sammlung sind Figuren des Wayang-Theaters, das zum Unesco-Weltkulturerbe zählt.

Das Museum beschränkt sich aber nicht auf die indonesischen Schätze. Das Figurentheater ist auf der ganzen Welt zu Hause und beliebt. In der Sammlung des Museums befindet sich eine grosse Auswahl an weiteren Stab- und Handpuppen, Schattenspielfiguren sowie Marionetten aus dem asiatischen und europäischen Raum.

Dazu gehört der legendäre Kasper aus dem deutschsprachigen Raum. Er symbolisiert den Spassmacher oder Narren, der sich dem Kampf gegen Dämonen stellt, dem Publikum mit kritischen Bemerkungen ab und zu auch einen Spiegel vorhält.

Spassmacher und Dämonen, das zeigt die Ausstellung, kommen in jedem Figurentheater vor. Ob in der Schweiz, in Deutschland, in der Türkei oder auf Java: Omnipräsent ist der Kampf des Guten gegen das Böse, wobei am Schluss stets das Gute gewinnt. Die Ausstellung im Museum der Kulturen Basel dauert bis zum 2. August 2020.

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