Nun leuchten sie wieder weihnachtlich-festlich gegen die Dunkelheit an, die Tausenden kleinen Lichter in Vorgärten, auf Balkonen und entlang der grossen Einkaufsstrassen. Auch die Verkaufs- und Glühweinstände auf Barfüsser- und Münsterplatz sind da, und wer morgens Radio hört, wird ebenfalls bereits die eine oder andere einschlägig bekannte Melodie vernommen haben.

Doch abseits der alljährlichen Weihnachts-Klassiker bietet die Stadt in diesem Jahr auch einige neue, kreative Ansätze, die feierliche Adventszeit zu begehen. Dazu gehört das Adventsbänkli von Jennifer Degen und Lukas Meili, das in diesem Jahr erstmals auf dem Andreasplatz aufgestellt wird. «Auf dem Bänkli gibt es jeden Tag ein Kurz-Interview mit einer Person aus der Region zum Thema Weihnachten zu hören», erzählt Degen. Dazu sind zwei Telefonhörer installiert, die sich die Besucher ans Ohr halten können. «Man könnte meinen, dass alle wissen, was Weihnachten bedeutet – dabei zeigen unsere Interviews, dass Weihnachten für alle mit ganz anderen Ideen, Wünschen und Erinnerungen verknüpft wird.»

Unter den Interviewten habe es längst nicht nur Weihnachts-Liebhaber, sondern auch Menschen, denen Weihnachten aus kulturellen Gründen überhaupt nichts bedeute, die aber trotzdem ihre Meinung dazu hätten. Das Bänkli steht ab dem 1. Dezember auf dem Andreasplatz bereit und ist überdacht. Es soll zum verweilen einladen, sagt Degen. «Uns ist es wichtig, dass sich die Menschen kurz Zeit nehmen und die zwei-, dreiminütigen Kurz-Interviews anhören. Deshalb hat es auch noch einen dritten Hörer mit einer Adventsgeschichte für Kinder.»

Bewegter Adventskalender im Schützenmattpark

Im Schützenmattpark organisiert die Stiftung Hopp-La den Bewegungsadventskalender. Vom 1. bis 24. Dezember wird täglich um 16 Uhr ein Kalenderfenster geöffnet. Danach wird während einer halben Stunde «gemeinsam geturnt, gelacht, gebastelt, gesungen und vieles mehr», verrät Organisatorin Debora Wick. Jeweils im Anschluss wird ein warmes Getränk offeriert und am 6. Dezember, ebenfalls um 16 Uhr, gibt es ein «Santa Klaus Spezial».

Adventsfenster in der Rheingasse und den Quartieren

In vielen Strassen und Quartieren sind Adventsfenster längst eine Tradition. Erstmals werden in diesem Jahr auch in der Rheingasse Adventsfenster geöffnet. Anders als in den Quartieren wird aber im Vorfeld keine Liste mit den Hausnummern veröffentlicht. «Es soll Tag für Tag eine Überraschung sein, welches Fenster es ist», sagt Organisatorin Silvia Muri. «Jeweils um 17.30 Uhr besammeln wir uns beim Rheingasse-Eingang bei der Mittleren Brücke und gehen schlendernd durch die Rheingasse zum Adventsfenster. Mit dabei ist immer auch ein Stadtführer, der spannende Geschichten zum jeweiligen Gebäude erzählt.»

Organisieren Sie in Ihrem Quartier oder in Ihrer Strasse ebenfalls Adventsfenster? Dann schicken sie uns die Liste mit den Hausnummern per E-Mail an info@bzbasel.ch Wir publizieren die Adventsfenster vom 1. bis 24. Dezember täglich auf unserer Website.

Adventsfenster in den Basler Quartieren