Die Uni will direkt neben einer Liegenschaft an der Mattenstrasse, die sie schon nutzt, drei Liegenschaften kaufen. Dorthin sollen die universitäre Zahnmedizin und die Umweltwissenschaften kommen. Jenes verkehrsmässig bestens erschlossene Rosental-Areal eigne sich gut für Unizwecke.

Die beiden Trägerkantone hätten dem Kauf zugestimmt, hiess es weiter. Der Kaufpreis wird auf Wunsch der Verkäuferschaft geheim gehalten, sagte Uni-Verwaltungsdirektor Christoph Tschumi. Weil die Uni Kauf und Umbau mit Bankkrediten finanziert, sind laut Communiqué keine zusätzlichen Mittel der Trägerkantone nötig.

Neben diesen 17'000 Quadratmetern an der Mattenstrasse soll eine Verdichtung auf dem Schällemätteli mindestens 5000 zusätzliche Quadratmeter bringen. Zudem wird vorläufig darauf verzichtet, die beim Bahnhof eingemieteten Wirtschafts- und Rechtswissenschaften zum Petersplatz zurück zu holen; das macht weitere 5400 Quadratmeter aus.

Eine Milliarde innert 20 Jahren

Eigentlich hatte die Uni am Brückenkopf Volta einen Neubau mit 30'000 Quadratmeter für die Nano- und die Exakten Wissenschaften erstellen wollen. Der dort zusammen mit der ETH geplante «Campus Volta» scheiterte - aber nicht wegen eines Protests von Roche gegen dessen Novartis-Nähe, wie Tschumi weiter sagte.

Der Ausbau im Rosental kommt laut Tschumi «bedeutend günstiger» als der Volta-Neubau, weil so bestehende Gebäude nur teilweise umgebaut werden müssten. Zudem schlügen auch die geringeren Flächen positiv zu Buche. Die Verdichtung auf dem mehrteiligen Schällemätteli bedeute hingegen auch den kostspieligen Ersatz mehrerer Altbauten.

Insgesamt will die Uni laut Tschumi in den nächsten 20 Jahren netto rund eine Milliarde Franken für ihre Raumentwicklung ausgeben. Die grossen Projektkredite erfordern grünes Licht von den beiden Basler Regierungen und Parlamenten. Wegen der Bedeutung der Uni für den Wirtschaftsstandort sei er heute zuversichtlich, dass das klappt. (sda)