Die Motion fordert sofortige Anpassungen auf den Stufen Gesetz, Verordnung und Richtlinien. Insbesondere sollen Solaranlagen keine Bewilligung mehr erfordern, wenn sie in die Dachhaut integriert sind. Für aufmontierte Anlagen sollen Vorgaben liberalisiert werden.

Die Motion verlangt weiter, dass auf ungenutzten Flachdächern nicht ausschliesslich eine Vegetationsschicht vorgeschrieben wird, sondern alternativ Solaranlagen erlaubt werden. Weiter sollten Anlagen an Bauten ausserhalb der Bauzone wie etwa Lärmschutzwänden explizit legalisiert werden.

Die Exekutive war bereit, den Vorstoss entgegenzunehmen. Dagegen war die LDP, die mit Verweis auf Sicherheitsaspekte Solaranlagen baurechtlich weiterhin wie Dachziegel behandelt sehen wollte. Die SP konterte, angesichts von Fukushima sei unbedingt eine sicherere Energieversorgung zu fördern - mit liberalen Vorschriften.

Laut dem Motionär werden Solaranlagen bald billiger als Dachziegel. Die heutigen rigiden Vorschriften verschenkten Solarpotenzial und frustrierten Investitionswillige. Die Stadtbildkommission entscheide «als eine Art Oberbaubehörde» willkürlich nach eigenen ästhetischen Kriterien und sabotiere so seit langem die kantonale Energiepolitik.

Gemäss dem Motionär geht es weder um Solaranlagen auf Denkmälern, noch um eine totale Liberalisierung, sondern um klare, praxisnahe Vorschriften mit bestimmten Bedingungen etwa zum Dachkantenabstand.