Solarstrom
«Vorzeigeprojekt in Ökologie und Nachhaltigkeit»: Die Wyniger-Gruppe erhält den Zuschlag für die Flora-Buvette

Der Betrieb ab 2023 der Flora-Buvette in Basel ist vergeben. Geplant ist eine Buvette aus recycelten Bauteilen, die vor Ort Solarstrom produzieren soll.

Lea Meister
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zvg

Die bestehende Nutzungsbewilligung der Buvette Flora am Unteren Rheinweg läuft dieses Jahr nach zehn Betriebsjahren erstmalig aus. Das Bau- und Verkehrsdepartement hat Mitte März des laufenden Jahres den Betrieb der Buvette neu ausgeschrieben.

Insgesamt 17 Interessierte, Unternehmen, Interessensgemeinschaften oder Einzelpersonen haben sich auf die Ausschreibung gemeldet, wie der Kanton am Donnerstag mitteilt. Kriterien beim Auswahlverfahren waren neben dem gastronomischen Angebot auch die Ästhetik und die Atmosphäre und der «wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Betrieb der Buvette».

Wyniger-Gruppe überzeugte die Jury

Sieben Konzepte schafften es in die engere Auswahl und eine Kommission aus Vertreterinnen und Vertretern kantonaler Fachstellen und Quartierorganisationen entschied sich für dasjenige der Wyniger-Gruppe.

Tanja Gemperli von der Tisch77 AG und Tabea Mahrer werden die Buvette gemeinsam mit André Bürgi und dem Team vom Restaurant Ufer7 betreiben. «Unser Ziel ist es, bereits heute einen wichtigen Beitrag an die baselstädtischen Klimaziele zu leisten und ein Vorbildbetrieb zu sein», wird Tanja Gemperli in der Medienmitteilung zitiert.

Frisch, regional und ökologisch

Im Bereich der Gastronomie ist eine frische Küche auf Basis regionaler und saisonaler Zutaten geplant. Wenn möglich sollen dafür gerettete Lebensmittel verwendet werden, um Food-Waste zu vermindern. Die Speisen werden im Restaurant Ufer7 vorgefertigt und dann zur Buvette geliefert.

Auf dem Dach der Buvette soll eine Photovoltaik-Anlage angebracht werden, damit der benötigte Strom vor Ort produziert und gespeichert werden kann. Gebaut werden soll die Buvette mit Baumaterialien von zurückgebauten Gebäuden: «So sollen zum Beispiel Dachlatten, Täferschalungen, Heizrohre, Kupferrohre, Winkel und dergleichen als Fassadenverkleidung dienen und bestehende Türen und Fenster zum Einsatz kommen.»

Tische aus altem Schwemmholz

Zwei Bauten sind vorgesehen, eine Getränke- und Essensausgabe mit einem kleinen Lager und zwei Toiletten sowie eine Pergola mit Stehbar. Ausserdem wird es eine lange Sitzbank geben. Die Tische werden aus altem Schwemmholz aus dem Rhein gezimmert.

Die vom Kanton bereitgestellte öffentliche Grillstation wird weiterhin bestehen bleiben. Die Flora-Buvette wird verpflichtet sein, diese zu unterhalten.