Frauennetzwerk

Sommaruga spricht, Frau lauscht – am Neujahrsempfang des Netzwerks «Frauen.Basel»

8. Neujahr Get Together mit Simonetta Somaruga:

Frauen Basel.ch

8. Neujahr Get Together mit Simonetta Somaruga:

Am Neujahrsempfang des Netzwerks «Frauen.Basel» kamen Damen aus verschiedensten Bereichen des aktiven öffentlichen Lebens zusammen.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga erinnerte die Frauen am Neujahrsempfang des Netzwerks «Frauen.Basel» daran, dass nun wieder drei Bundesrätinnen in Bern auf den Regierungssitzen Platz nehmen. Den spontanen Applaus der Damen aus verschiedensten Bereichen des aktiven öffentlichen Lebens quittierte sie magistral: «Dazu habe ich nichts beigetragen». Sie gab das Lob vielmehr an die Frauen zurück, da sie Druck auf das Parlament aufgesetzt hätten. Für Sommaruga dürfte es auch noch eine Frau mehr sein, denn mit der Mehrheit von vier Frauen «hets gfäggt».

Dann kam die SP-Bundesrätin auf ihr zentrales Anliegen zu sprechen: Sommaruga prangerte mit Nachdruck in der Stimme die ungleichen Löhne zwischen Frauen und Männern an.

Kritik war ihr Ansporn

Sommaruga erklärte: «Es gibt Lohnunterschiede, die keine logische Begründung haben.» Sie warnte: «Die schlechten Löhne haben auch eine Auswirkung auf die Rente.» Ihr Einsatz für eine gesetzliche Regelung sei von Anfang an kritisiert worden. Diese Kritik habe sie aber angespornt, Politik zu machen, Allianzen zu schmieden und Kompromisse einzugehen.

Sie sagt: «Wer Politik für die Frauen macht, muss kämpfen.» Und: «Dass sie alle hier sind, stimmt mich zuversichtlich!». Es folgte ein lang anhaltender Applaus für die Magistratin.

Gastgeberin Sibylle von Heydebrand nutzt die Gunst des dank der Bundesrätin ausgebuchten Anlasses, um ihr neues Projekt vorzustellen: Die Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege und Nadia Murad setzen sich gegen sexuelle Gewalt insbesondere in Kriegsgebieten ein. Mit ein Thema: Die Gesundheitserziehung für junge Mädchen, die erstmals an Menstruationsbeschwerden leiden. Viele blieben daher rund fünf Tage im Monat der Schule fern.

Mit dem Projekt «Wasser und Binden für Schülerinnen» soll dem entgegengewirkt werden. Im März will von Heydebrand bei der Uno in New York für das Projekt werben. Die anwesenden Damen haben mit ihren Spenden die finanzielle Basis für den Startschuss gelegt.

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