Ausbau

Sommer überstanden: Das Basler Rheinbord soll künftig länger und besser werden

Abendstimmung am Rhein: Dieser Uferabschnitt, wo sich auch die meisten Buvetten befinden, gilt als intensiv genutzter Ballungsraum.

Abendstimmung am Rhein: Dieser Uferabschnitt, wo sich auch die meisten Buvetten befinden, gilt als intensiv genutzter Ballungsraum.

Behörden bilanzieren Saison 2019 als «ruhiger» gegenüber dem Vorjahr. Doch klar ist auch schon: Der bisherige Ballungsraum im Kleinbasel soll entlastet werden. Durch Massnahmen bei der Dreirosenbrücke und dem Solitude-Park. Buvetten gibts nur eine neue.

Im Gegensatz zu den öffentlichen Badis wird für das Basler Rheinbord trotz intensiver Nutzung seitens Kanton keine öffentliche Saisonbilanz gezogen. Klar aber ist: Die Saison 2019 gilt gemäss einer ersten Einschätzung der Basler Polizei gegenüber dem Vorjahr – trotz erneuter Hitzeperiode – als «ruhiger». Dies stützt der Basler Kantons- und Stadtentwickler Lukas Ott: «Wir stellen fest, dass die Konzentration auf das Rheinbord etwas abgenommen hat und die Bevölkerung ihre Freizeit auch an anderen öffentlichen Orten in der Stadt Basel verbringt.» Zudem gab es zwischendurch Regentage mit kühleren Temperaturen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass es ruhig war. Das Rheinufer bleibt in den Sommermonaten die am intensivsten genutzte öffentliche Fläche der Stadt, insbesondere im Kleinbasel. Doch das soll sich ändern: Nicht nur wird ab 2020 definitiv eine neue Buvette die Grossbasler Seite auf Höhe des Letziturms bedienen, es sind auch Erweiterungen der bislang am intensivsten genutzten Zone im Kleinbasel geplant.

Massnahmen unter- und oberhalb der Spasszone

Insbesondere das Areal unterhalb der Dreirosenbrücke soll aufgewertet werden. «Ein übergeordneter Nutzungsplan der Uferabschnitte wird aktuell zwischen den Schweizerischen Rheinhäfen und der kantonalen Verwaltung erarbeitet», sagt Ott. «Auf dieser Grundlage können die weiteren Schritte vorgenommen werden.»

Damit würde der Kanton die Lücke zwischen Dreirosenanlage und dem zurzeit durch Zwischennutzer bespielten Hafenareal schliessen. Zudem planen die Rheinhäfen, die Anleger im Bereich Dreiländereck zu erweitern, um mehr Kapazitäten für die Flusskreuzfahrt zu schaffen. Auch diese würde von einem besseren Anschluss an die intensiv genutzte Publikumszone profitieren.

Am oberen Rheinabschnitt wird es rund um den Solitude-Park Anpassungen geben. Während des Sommers kommt es regelmässig zu Konflikten zwischen Velos und Fussgängern, nicht nur im Solitude-Park, wo ein enger verschlungener Fussgängerweg auch als Veloweg genutzt wird, sondern auch am Unteren Rheinweg und in der Rheingasse.

Der Rhein ist in Basel von herausragender Bedeutung

Zurzeit prüft das Bau- und Verkehrsdepartement verschiedene Verbesserungsmassnahmen kurzfristiger und mittelfristiger Art, bestätigt Sprecherin Catherine Gritti auf Anfrage. «Eine endgültige Konfliktbereinigung wird mit der städtebaulichen Entwicklung entlang der Achse Solitude-Promenade, Solitude-Park, Schwarzwaldbrücke und Grenzacher-Promenade angestrebt», sagt Gritti. Doch das dauert noch.

Damit bekräftigt die Stadt den Status des Rheins als wichtigste Erholungszone der Stadt. Oder wie es Kantonsentwickler Ott formuliert: «Der Rhein hat tatsächlich eine herausragende Bedeutung: Neben Kultur und Altstadt gehört der Rhein zu den wichtigsten, identitätsstiftenden Faktoren für Basel, die alle Bevölkerungsgruppen ansprechen und vereinen.» So werde der Rhein von allen Menschen, die hier leben, und von Touristen sehr geschätzt.

Es gibt aber auch konkrete Neuerungen. Weil sich die Bewilligungserteilung wegen Einsprachen von Anwohnern verzögert haben, werden die neuen Verpflegungsstände in der Umgebung des Schaffhauserrheinwegs erst ab nächstem Frühjahr betrieben. Was viele lärmbesorgte Anwohner aber beruhigen dürfte: Neben der Eröffnung der St.Alban-Buvette im nächsten Jahr sind im Moment keine weiteren Buvetten entlang des Rheins geplant, heisst es seitens BVD.

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