Feinstaub
Sonnig und warm, doch die Luftqualität leidet unter dem Prachtswetter

Dicke Luft in Basel und der Region? An den sonnigen Tagen im März und April stieg die Feinstaubbelastung über den Grenzwert. Gut war 2014 so schlechtes Wetter: In der Nordwestschweiz verbesserte sich die Luftqualität im vergangenen Jahr merklich.

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Die Feldbergstrasse im August: Hauptverursacher von hoher Feinstaub- und Stickoxidbelastung ist der Verkehr.

Die Feldbergstrasse im August: Hauptverursacher von hoher Feinstaub- und Stickoxidbelastung ist der Verkehr.

Nicole Nars-Zimmer

Wer verteufelt schon das sonnige, warme Wetter, das momentan in der Nordwestschweiz herrscht? Niemand, meinen Sie? Falsch gedacht. Der Jahresbericht zur Luftqualität 2014 der Kantone Aargau, Basel-Stadt und Solothurn zeigt, dass sich die Feinstaub- und Ozonbelastung im Vergleich zu 2013 merklich verringert hat. Dies dank dem regnerischen Wetter, das 2014 vorherrschte.

Im Vergleich zu den Vorjahren hat die Feinstaub-Belastung um rund 20 Prozent abgenommen, schreibt das Basler Verkehrs- und Umwelt-Departement. Der Jahresgrenzwert von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde im vergangenen Jahr nur noch an einem Standort überschritten, an der Basler Feldbergstrasse. Grund dafür ist die «innerstädtische Strassenschlucht», wie es im Bericht heisst.

Belastung noch zu hoch

Den grossen Einfluss des Wetters auf die Belastung zeigt der März 2015. Während einer Hochdruckphase vom 15. bis 21. März ist der Tagesgrenzwert an bis zu 6 Tagen überschritten worden, also mehr als im ganzen Jahr 2014.

Auch die Ozonbelastung blieb im Jahr 2014 unter den Werten der Vorjahre. Zu verdanken sei dies unter anderem dem regnerischen Sommer 2014. Beim Stickstoffdioxid wurde keine Veränderung beobachtet. Die Belastung an den stark befahrenen Strassen sei nach wie vor deutlich zu hoch. (zam)