«Ich habe um aufschiebende Wirkung gebeten, weiss aber nicht, ob es etwas bringt», beantwortet Nathalie Kaden, die Inhaberin der Suppenbar, eine Anfrage per E-Mail. Deshalb wohl sind auch die drei Filialen von So'up am Fischmarkt, an der Malzgasse und in der Foodhalle Klara 13 derzeit noch geöffnet.

Den Standort an der Güterstrasse im Gundeli hat Kaden bereits vergangenen Sommer abgestossen. Am selben Ort befindet sich seit August 2017 die Ölmanufaktur Oelist.

Über die Gründe, die zum jähen Ende des einst brummenden So'up-Konzepts geführt haben, schwieg Kaden sich am Mittwoch aus. Sie schrieb nur, dass sie «ziemlich verzweifelt» sei. Obschon der Konkurs erstaunen mag – überraschend kommt er trotzdem nicht.

Kaden eröffnete vor 14 Jahren die erste Suppenbar an der Dufourstrasse, zu den besten Zeiten zählte das Unternehmen vier Filialen. Sie gehörte zu den ersten Gastronomen schweizweit, die in der schnellen Verpflegung über Mittag oder zwischendurch auf gesunde und frisch zubereitete Produkte setzte, möglichst ohne Konservierungsstoffe.

Auch laktosefreie und vegane Suppen boten Kaden und ihr Team zuerst an und galten deshalb lange in diesem Bereich als Trendsetter. Zuletzt konnte man bei So'up die «broth to go» kaufen, die Bouillon zum Mitnehmen. Ein Trend aus den USA, den Kaden aufgeschnappt hatte.

Harte Konkurrenz

War das So'up-Konzept in den Nullerjahren nahezu das einzige in Basel, das sich eine ausschliesslich gesunde Zwischenverpflegung auf die Fahnen geschrieben hatte, zogen viele Ketten in den darauffolgenden Jahren nach und eroberten die lokale Foodlandschaft. Zu ihnen gehören die deutsche Salatbar Dean & David und das lokale Pendant Escasano, die Zürcher «Stripped» mit Pizzas frei von Zusatzstoffen und diverse kleinere Anbieter.

Die neue Auswahl bei der Zwischenverpflegung und damit harte Konkurrenz könnten nun für Basels erste Suppenbar mit rund zehn Angestellten das Ende bedeuten.