Die Stiftung Focus - sie ist aus dem Verein Jugendfürsorge hervorgegangen - vermietet im Geviert Nonnenweg, Pilgerstrasse, Missionsstrasse, Hegenheimerstrasse und Spalenring Räume unter anderem an die Stiftung Wohnwerk (einst Webstube) und die Stiftung LBB Lehrbetriebe Basel mit ihren Schreiner-Lehrwerkstätten.

Private Denkmalschützer lehnen Teile der geplanten Aufstockungen und Verdichtungen ab, während die kantonale Denkmalpflege einverstanden ist. Befürchtet wird insbesondere eine Beeinträchtigung der denkmalgeschützten Prachtsbauten auf der anderen Seite der Pilgerstrasse.

Auch dem Grünen Bündnis geht die Verdichtung zu weit, zumal wenig konkrete Vorgaben gemacht würden und billiger Wohnraum verschwinde. Die - selber gespaltene - Fraktion beantragte, den Zonen-Beschluss aufzusplitten, da mit der Aufsplittung bei einem Referendum Unbestrittenes umsetzbar bliebe.

Block en bloc beurteilen

Die LDP lobte just die Absicht, einen ganzen Block statt einzelner Bauten zu betrachten. Für die SP ist selbst ein mittelprächtiger Bau in der Stadt ökologisch besser sei als etwa ein Minergie-Haus im oberen Fricktal, weil mehr Leute in der Stadt Platz finden. Das Parlament lehnte die Aufsplittung mit 76 gegen 9 Stimmen ab.

Baudirektor Hans-Peter Wessels versprach, bei den konkreten Baugesuchen werde Wert auf eine gute Gestaltung gelegt, welche die wertvollen Altbauten nicht unzulässig beeinträchtige. Am Ende beschloss der Grosse Rat die Zonenplanänderungen mit 82 gegen 2 Stimmen bei vier Enthaltungen.

Konkret sollen unter anderem die Bauten im Innenhof des Gevierts von heute zwei auf vier Stockwerke erhöht werden dürfen. Entlang der Pilgerstrasse soll künftig eine Etage höher gebaut werden können.