Basel-Stadt
SP-Grossrat Daniel Goepfert tritt zurück

Daniel Goepfert geht. Der SP-Grossrat will Ende Januar sein Mandat abgeben. Für ihn Nachrücken soll die 34-jährige Alexandra Dill.

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Daniel Goepfert war ein Jahr «höchster Basler». Nun gibt er sein Grossrats-Mandat ab.

Daniel Goepfert war ein Jahr «höchster Basler». Nun gibt er sein Grossrats-Mandat ab.

Kenneth Nars

Insgesamt 21 Jahre politisierte Daniel Goepfert für die Sozialdemokraten im Grossen Rat Basel-Stadt. Nun hat der SPler genug. Er will seinen Platz räumen. Dies schreibt das Newsportal «Onlinereports» am Donnerstag.

Der 59-Jährige macht Platz für die 34-jährige Alexandra Dill. Sie ist in Goepferts Wahlkreis erste Nachrückende. Dill sitzt im Verwaltungsrat der «Markthallen AG Basel» und weilt derzeit im Mutterschaftsurlaub. Sie wird Goepferts Sitz im Grossen Rat ab Februar übernehmen.

Der ehemalige Grossratspräsident (2012/2013) macht persönliche Gründe für seinen Rücktritt geltend. Seine Gesundheit habe ihm «Warnsignale» gesandt, wie er gegenüber «Onlinereports» sagte. Es sei immer schwieriger geworden, Beruf und Politik unter einen Hut zu bringen. Ausserdem, sagt er zu «Onlinereports», sei es schön, «einer jungen engagierten Politikerin Platz machen zu können».

Parteiinterne Querelen

Das Thema «den Jungen Platz machen» sorgt momentan bei der Basler SP für Unruhen. Nationalrätin Silvia Schenker hat verkündet, nicht frühzeitig zurücktreten zu wollen. Schenker hätte 2015 weichen müssen, hätte die SP nicht zuvor die Amtszeitbeschränkung von 12 auf 16 Jahre erhöht. Nun will sie ihre vierte Legislatur bis 2019 zu Ende politisieren.

Die seit 2003 in Bern politisierende Schenker erhält derzeit kaum Unterstützung in ihrer Partei. Beatriz Greuter, Präsidentin der SP-Grossratsfraktion, sagt: «Mustafa Atici (erster Nachrückender, Anm. d. Red.) täte unserer Bundeshausfraktion gut.» Atici selbst ist überzeugt: «Schenker schadet der Partei enorm». Die Juso forderten die Nationalrätin auf «Radio Basilisk» zum vorzeitigen Rücktritt auf. Basels SP-Präsidentin Brigitte Hollinger sagte am Mittwoch in der bz über Schenkers Entscheid: «Er ist ein falsches Signal an die Jungen, die sich sehr engagieren. Man muss auch mal Platz machen können.»