Geplant ist der Veloring vor allem auf Nebenstrassen mit Tempo 30. Eine definitive Route ist noch nicht bestimmt. Der Vorschlag führt vom Bahnhof SBB durchs Gundeli, auf einer neuen Brücke über den Zoo, via Bernerring, St. Gallerring, Strassburgerallee und Mülhauserstrasse über die Dreirosenbrücke.

Danach verläuft der geplante Veloring parallel zum Riehenring durchs Kleinbasel und via Wettsteinbrücke und St. Alban-Vorstadt durch die Lange Gasse und Peter Merian-Strasse zurück zum Bahnhof. Angedacht ist auch noch eine neue Brücke über den Rhein.

«Wirtschaft profitiert»

Auf dem Veloring soll der Rechtsvortritt grossenteils aufgehoben werden – analog, wie dies dem St. Alban-Rheinweg entlang bereits versuchsmässig eingeführt worden ist. Bei einem Ja soll das Projekt bis 2025 realisiert werden.

«Die 25 Millionen sind gut investiert», sagte SP-Grossrat Kaspar Sutter und rechnete vor: 3,2 Kilometer Nordtangente haben 1,55 Milliarden Franken gekostet. Ein weiteres Beispiel: Die Rheinuferpromenade St. Johann – rund 600 Meter lang – kostete 28 Millionen Franken. Eine Studie des Bundesamtes für Strassen habe gezeigt, dass Investitionen in die Veloinfrastruktur eine grössere Kosteneffizienz aufweisen als beim öffentlichen Verkehr oder motorisierten Individualverkehr, so Sutter: «Das ist gut investiertes Geld mit hohem wirtschaftlichen Nutzen.»

Zumal auch die Wirtschaft vom Veloring profitiere, meinte Harald Friedl, Präsident der Grünen. Die geplante Strecke führe bei Novartis und Roche vorbei. Auch die aufstrebenden Quartiere Klybeck, Rosental, Lysbüchel und Erlenmatt würden verkehrstechnisch erschlossen. Nicht zuletzt liegen auch der Kannenfeld- und der Schützenmattpark sowie der Zoo an der Route.

Viele Leute würden sich nicht getrauen, für ihre täglichen Verrichtungen mit dem Velo durch die Stadt zu fahren, sagte CVP-Grossrätin Helen Schai. «Gerade für Kinder und ungeübte Velofahrer wäre es wichtig, sich langsam an den Verkehr zu gewöhnen», sagt sie.

Dafür brauche es sichere Lösungen vor allem an den Kreuzungen. «Leider ist es in Basel meistens so, dass der Veloweg genau dann aufhört, wenn es kritisch wird.» Nicht zu vergessen sei auch der Gesundheits-Aspekt, wenn wieder mehr Menschen aufs Velo umsteigen.