«Ich brauche etwas Zeit, mir darüber Gedanken zu machen», sagt Soland. Gegen ihre Kandidatur spricht: Die Anwältin wird ab Februar mit grosser Wahrscheinlichkeit die grossrätliche Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission präsidieren. Allerdings: Gegenüber der bz lässt sie durchblicken, das Fraktionspräsidium in den nächsten Monaten zur Disposition zu stellen. Dies würde Ressourcen fürs Parteipräsidium freimachen. Zu anderen Kandidatinnen sagt Soland: «Es muss nicht zwingend jemand sein, der im Grossen Rat sitzt.»

Gegenüber der bz bringen SP-Parlamentarier weitere Namen ins Spiel: Jenen der ehemaligen Grossrätin Brigitte Hollinger, die beim Gewerbeverband in der Berufsbildung tätig ist. Obwohl der Ruf nach einer Frau unüberhörbar ist, werden auch Männernamen genannt: Jener von Daniel Ordàs etwa, dem unkonventionellen Anwalt und integrationspolitischen Vordenker der SP. Juso-Chefin Sarah Wyss geniesst zwar den Support von Grossratspräsident Daniel Goepfert, ist aber in weiten Kreisen der Partei kein Thema. (haj)