Ein Spanner macht die Unversität Basel unsicher. Ein Student berichtet, dass er auf einer Toilette in der Universitäts-Bibliothek (UB) von einem Spanner belästigt wurde. Der 24-Jährige sass auf dem WC im zweiten Stock der UB, als er bemerkte, dass ein Mann versuchte ihn über die Toiletten-Türe zu fotografieren, wie «blick.ch» berichtet. Der junge Mann reagierte schnell, schrie den Spanner an und schlug die Türe auf.

Der Spanner versuchte verschreckt zu flüchten. Der Student und ein herbeigeeilter UB-Mitarbeiter verfolgten den Mann, der auf der Flucht sein Portemonnaie verlor. Das Opfer übergibt dies später der Polizei. Er erstattete Anzeige. Den Spanner musste er laufen lassen, da der UB-Angestellte meinte, man könne den Mann nicht gewaltsam festhalten.

Das Opfer ärgert sich über den Vorfall. «Die WC-Türen sind zu wenig hoch. Durch die Spiegelung der Fenster kann man ohne Probleme sehen, wer auf der Toilette sitzt und denjenigen auch fotografieren», sagt er gegenüber «blick.ch».

Der UB ist der jüngste Spanner-Fall bekannt. Erst anfangs Jahr konnte eine Studentin einen Voyeur stellen, indem sie ihn kurzerhand zurückknipste. Seit diesem Vorfall habe die Uni Sofortmassnahmen ergriffen und alle Löcher in den WC-Wänden mit Aluminium-Platten verdeckt, wie der «Blick» schreibt.

Ausserdem führe die Uni Basel Gespräche mit dem Baudepartement. Die niedrigen Toiletten-Türen sollen erhöht werden und voraussichtlich im Frühjahr soll intransparentes Panzerglas eingesetzt werden, so dass Spanner keine Chance mehr haben. (zam)