Basel

«Spatz«-Verleger Dominique Hiltbrunner rudert zurück

Ihm gehört der «Spatz»: Verleger Dominique Hiltbrunner.

Ihm gehört der «Spatz»: Verleger Dominique Hiltbrunner.

Dominique Hiltbrunner (34), Verleger des Spatz und weiterer Titel, rudert zurück. Überraschend verzichtet nun auf den Kauf der Zeitschrift «Schweizer Bauer» vom Zürcher Verlagshaus Tamedia. Er stösst auch noch eigene Titel ab.

Der Grund fürs Einlegen der Retourganges dürften akute Geldnöte sein, wie Online-Reports schreibt. Tamedia und Hiltbrunner gaben am Freitag überraschend der Verzicht der Transaktion bekannt. Diese war im Februar verkündet worden, aber bis heute nicht vollzogen. Nun wird die Übung abgebrochen.

Nach dem starken Ausbau seines Medienportfolios im letzten Jahr halte er nun «eine Phase der Konsolidierung seiner Aktivitäten» für angesagt, schreibt Hiltbrunner. Konsoldierung meint: Hiltbrunner stösst ab. So verkauft er «Women in Business» per sofort an das Zürcher Medienunternehmen p.a. media ag.

Abgänge und Turbulenzen

Die Turbulenzen bei Hilbrunners Medien setzen sich damit fort. Zuletzt sorgen Abgänge bei der «Automobil Revue» für Schlagzeilen, der Chefredaktor Olaf Kuhlmann und der Verlagsleiter Rehné Herzig kündigten, weil sie mit Hiltbrunner nicht länger zusammenarbeiten wollten. Herzig war zugleich auch Verlagsleiter der Gesamtgruppe.

Die gross angekündigte Basler Wahl-Ausgabe kam erst mit grosser Verspätung und mit Ach und Krach Mitte Oktober auf den Markt.

«Stehe nicht vor dem Konkurs»

Ist Hilbrunner in Geldnot? Gegenüber Online Reports will Hiltbrunner keine Antwort geben. «Fest steht: Ich stehe nicht kurz vor dem Konkurs – und der <Spatz> ist auch weiterhin ein Investitionsobjekt», sagt er einzig.

Zudem hat Hiltbrunners Mediengruppe Publitex jetzt auch wieder einen Geschäftsführer. Es ist Hans Geber, den früheren Verlagsleiter der Kleinbasler Zeitung «Vogel Gryff». (rsn)

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