«Wir sind alle mehr oder minder stark von den wirtschaftlichen Auswirkungen betroffen und mussten schnell reagieren», sagte Thomas Knopf, Präsident von Spedlogswiss Nordwestschweiz zur plötzlichen Frankenaufwertung. «Auf nationaler Ebene haben sich alle unsere Fachgremien sofort damit auseinandergesetzt und der Nationalrat Thomas de Courten habe eine Reihe von möglichen Entlastungsmassnahmen im regulatorischen Bereich für unsere Branche beim Bundesrat deponiert.

Bereichsweise hat die Frankenaufwertung rasch durchgeschlagen, ist in der Branche zu hören. Aber der Frankeneffekt dürfte sich vor allem mittelfristig negativ auswirken. Knopf lobte den neuen Frachtterminal auf dem Euro-Airport. Aber leider hänge noch immer das Damoklesschwert der Steuerbelastung aus Frankreich über den Firmen auf dem Schweizer Sektor. Dies kann sicher nicht heissen, dass die Steuern gegenüber heute doppelt so hoch ausfielen. Das neue Regime müsse sich im Bereich der heutigen Schweizer Steuerlast bewegen. «Hoffen wir also auf eine gute Wende in diesem Jahr», sagte Knopf.

Unterstützung vom Bund

Im laufenden Projekt «Basel Nord» ist der Verband als Experte eingebunden. Mit der Totalrevision des Gütertransportgesetzes eröffneten sich für «Basel Nord» auch angemessene Aussichten auf Bundesunterstützung. «Wir haben den Projektverantwortlichen unsere Unterstützung in Form von Einbringen von Expertenwissen weiterhin zugesagt.» Gleichzeitig besteht der Verband aber auch darauf, dass die Bedingungen, welche die Terminalkonferenz Ende 2013 formulierte, eingehalten werden. So zum Beispiel der neutrale Betrieb des Terminals, der einen diskriminierungsfreien Zugang sicherstellt. «Selbstverständlich sind wir auch über das zweite Terminal-Projekt, das zeitlich etwas später in Weil am Rhein in Planung ist, informiert und bleiben auch dort in regem Kontakt mit der Projektleitung.» Diese stamme aus dem Kreis der Verbandsmitglieder.

Regierungsrat Christoph Brutschin ging in seiner Ansprache auch kurz auf die Lage der Region und auf ein paar Themen der Speditionsbranche ein. Auf der Website des Verbandes würden «geeignete Rahmenbedingungen geschaffen und gepflegt». Dafür setzt sich der Verband schweizerischer Speditions- und Logistikunternehmen intensiv ein. Das mache auch der Regierungsrat, bekräftigte er. Eine der Zielbranchen sei die Logistikwirtschaft. Er nannte zwei Beispiele, bei der sich die Region in der jüngsten Vergangenheit dafür eingesetzt hatte.

Ein Meilenstein für die Region

Der Nationalrat hatte mit der Verabschiedung der Totalrevision des Gütertransportgesetzes die Schifffahrt der Schiene und der Strasse gleichgestellt. Das ist für unseren Kanton und die gesamte Region Nordwestschweiz ein historischer Entscheid, ein Meilenstein. «Wir haben damit erreicht, wofür wir seit Jahren kämpften.» Die Rheinhäfen seien jetzt national anerkannt. Immerhin laufen rund 40 Prozent aller Exporte und Importe über die Rheinhäfen.

Ein zweites Projekt sei die «Initiative Logistikcluster Region Basel», die gut begonnen haben und drei weitere Jahre fortgesetzt werden soll. Spedlogswiss mach hier auch aktiv mit.