Mit Menschen, die Hilfe benötigen, und mit Menschen, die helfen wollen, war an den zwei vergangenen Tagen der Saal des Basler Stadthauses gefüllt. Zehn Hilfsorganisationen suchen mittels Speed-Dating neue Mitglieder.

Zahlreiche Gespräche

Wie funktioniert das? Zur Auswahl stehen je zehn Freiwillige, die helfen wollen. Je eine Hilfsorganisation und ein Freiwilliger unterhalten sich rund acht Minuten darüber, was sie erwarten und sich voneinander wünschen. Nach dem Gespräch entscheiden beide Parteien, ob sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen können. Dies wiederholt sich so lange, bis jede Hilfsorganisation und jeder Freiwillige ein Gespräch miteinander geführt haben. Jeder Freiwillige kann mehrere Hilfsorganisationen auswählen, denen er helfen möchte.

Verschiedenste Einsätze

Das Gleiche gilt für die Hilfsorganisationen. Sie dürfen ebenfalls mehr als einen Freiwilligen auswählen, mit dem sie gerne zusammenarbeiten würden. Hier liegt wohl der grosse Unterschied zum gewöhnlichen Speed-Dating, bei dem Menschen sich kennen lernen, vielleicht sogar verlieben wollen. Den Freiwilligen steht eine grosse Auswahl an Bereichen zur Verfügung, in welchen sie helfen können: Von blinden Menschen beim Joggen unterstützen über den Einsatz für Kinderrechte bis hin zu Deutschkursen für Migranten.

Aber erst wenn beide Parteien sich eine Zusammenarbeit vorstellen können, werden die Kontaktdaten übermittelt. Man trifft sich ein weiteres Mal zu einem Gespräch. Wenn sich daraufhin sowohl der Freiwillige als auch die Hilfsorganisation einigen können, steht die Zusammenarbeit fest. So entstehen Partnerschaften, die für beide Seiten fruchtbar und bereichernd sind.

Man merkt schnell, dass alle Teilnehmer sehr enthusiastisch und interessiert an dieses Konzept herangehen. Alle wollen sich für wohltätige Zwecke engagieren.

Nicht nur die Freiwilligen und Organisationen sind gekommen, sondern auch viele weitere Personen, die sich ebenfalls für Freiwilligenarbeit interessieren und sich informieren wollen, wie man denn ausserhalb der Initiative helfen kann. «Die Idee für dieses Konzept kam ursprünglich von unserem Sitz in Bern, und wir in Basel haben sie übernommen», erklärt die Geschäftsführerin von der GGG Benevol Basel, Ursula Baum.