Aufsteller

Kaffeekränzchen dank den Siegern

Kaum sind sie nicht mehr Gegner, teilen sie auch schon die Rechnung: Die neu gewählte grüne Bald-Regierungsrätin Elisabeth Ackermann und der ebenfalls frisch gewählte Bald-Regierungsrat Conradin Cramer von den Liberalen gaben einen aus! Kaffee für alle, liessen sie über die Grossratspräsidentin ausrichten, und alle freuten sich. Zwar kostet der Kaffee im Beizchen des Grossratssaals nicht die Welt, aber es ist auch mal schön, für die harte Arbeit, die den Parlamentariern oftmals den Schlaf raubt, belohnt zu werden. Und sei es auch nur mit einem Kaffee, spendiert von einer Noch-Musiklehrerin und einem Noch-Anwalt.

Auf die Gefahr hin, wichtige Voten zu wichtigen Themen (Velos) zu verpassen, strömten sie also ins Café, die Grossräte, und manche von ihnen genehmigten sich auch ein Gipfeli. Dieses wurde leider nicht spendiert, aber wer weiss, vielleicht geschieht das ja, wenn die Sieger dann im Amt sind. 

Ablöscher

Eine Lektion des Baudirektors

Es wäre ein herziges Geschichtchen: Links (natürlich) der kampferprobte Recke und Regierungsrat, Hans-Peter Wessels (SP). Rechts der zuletzt etwas gescholtene FDP-Präsident,
Luca Urgese. Von der Tribüne herabgestiegen, nahm sich der Baudirektor während der Debatte um die Veloring-Initiative Zeit, um einzelne Punkte mit der Opposition zu besprechen. Verständnisvoll, so schien es, nahm der Belehrte die Lektion entgegen, und teilte dann seinen Erkenntnis-Gewinn mit seinen FDP-Gspänli.

Doch so endet die Geschichte nicht.

Als ein Journalist das Bild der trauten Zweisamkeit ins Netz setzte, fühlte sich der Schüler plötzlich unwohl in seiner Rolle. Und er verkehrte sie sogleich ins Gegenteil: Vielleicht habe er dem Regierungsrat gesagt, wo’s langgehe, stellte er in den virtuellen Raum. Undank ist eben doch der Welten Lohn.