Rücktritt
Spitzenpolitiker und GPK-Präsident Tobit Schäfer (37) tritt aus dem Grossen Rat zurück

Tobit Schäfer tritt per Ende des Amtsjahrs auf Ende Januar 2018 nach 13 Jahren aus dem Basler Grossen Rat zurück. Er hat heute Dienstagmorgen bei Grossratspräsident Joël Thüring sein Demissionsschreiben eingereicht. Der gemässigte Sozialdemokrat gilt im Parlament zu den Spitzenpolitikern. Immer wieder wurden ihm auch Regierungs-Ambitionen nachgesagt.

Merken
Drucken
Teilen
Tobit Schäfer tritt tritt per Ende des Amtsjahrs auf Ende Januar 2018 zurück.

Tobit Schäfer tritt tritt per Ende des Amtsjahrs auf Ende Januar 2018 zurück.

Kenneth Nars

Für diesen Entscheid gibt Schäfer berufliche Gründe an. Wie der 37-Jährige in seinem Rücktrittsschreiben betont, habe er bereits vor seiner Wiederwahl vor einem Jahr öffentlich deklariert, dass er seine vierte Legislatur nicht beenden, sondern seinen Platz frühzeitig für jemand Jüngeren freigeben werde. Für Schäfer wird Beda Baumgartner ins Kantonsparlament nachrücken. Dieser ist Vizepräsident der Basler SP.

Er freue sich, «bis auf Weiteres» wieder mehr Zeit zu haben für Familie, Firma und ehrenamtliche Engagements. Schäfer ist beruflich Geschäftsführer der Die Organisation GmbH. Obwohl er sich seinen Rücktritt sorgfältig überlegt und schon vor geraumer Zeit beschlossen habe, «fällt er mir nicht leicht, weil ich stets Freude an meiner politischen Arbeit hatte und damit auch Erfolge verbuchen durfte».

Tobit Schäfer präsidiert seit fünf Jahren die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Grossen Rats. In dieser Rolle stand er gerade im vergangenen Sommer im Scheinwerferlicht. Er scheute sich nicht, im Rahmen der Affären rund um die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) den Basler Verkehrsdirektor und Parteikollegen Hans-Peter Wessels scharf zu kritisieren. (dba)