Alex Wilson ist bereit für sein grosses Saisonziel – die Olympischen Spiele in London. Dort will der Sprinter der Old Boys über 200 Meter weit kommen und wenn möglich auch mit der Schweizer 4x100-Meter-Staffel glänzen. Am 1. Mai-Meeting auf der Schützenmatte in Basel, einen Steinwurf von seiner Wohnung entfernt, egalisierte er bei Windstille über 100 Meter seine persönliche Bestzeit von 10,41 Sekunden – und dies, obwohl er mehrere Meter vor dem Ziel auslaufen liess.

«Ich wollte noch nicht alles zeigen», meinte er im Ziel. In der Nacht vor dem Rennen sei er nervös gewesen, sei erst spät eingeschlafen. Nun habe sich aber gezeigt, dass sich das Feilen am Start gelohnt habe und er gut in Form sei. So gut wie gestern ist Wilson noch nie aus dem Startblock gekommen. Er habe sich ganz auf die ersten dreissig Meter konzentriert. Dass auch die Sprintausdauer stimmt, zeigte Wilson wenig später über 300 Meter. Er lief ein einsames Rennen und verbesserte die Schweizer U23-Bestleistung auf 33,08 Sekunden. Nun will er an den Europameisterschaften Ende Juni in Helsinki in den 200-Meter-Final. «Ausserdem möchte ich den 200-Meter-SchweizerRekord, den Kevin Widmer mit 20,41 Sekunden hält, unterbieten und den U23-Schweizer-Rekord über 200 Meter von 10,29 Sekunden schlagen.»

Auch Ott und Müller stark

Einen weiteren Nachwuchs-Schweizer-Rekord stellte der Liestaler Junior Gregori Ott (Old Boys Basel) auf. Mit 17,51 Metern verbesserte er den U20-Schweizer-Rekord im Kugelstossen um 35 Zentimeter. Das sei ja schon gut, meinte er, sein eigentliches Ziel sei aber die 18-Meter-Marke – gleichbedeutend mit der Junioren-WM-Limite. Dazu sei er nun auf einem guten Weg.

Auf gutem Weg befindet sich auch der Riehener Speerwerfer Nicola Müller. Die Umstellung seines Umfelds habe sich ausbezahlt, meinte der Routinier, der nach wie vor für den TV Riehen startet. Voll aus dem Training heraus gleich 70,47 Meter zu werfen, sei gut, zumal er wisse, wo er noch Reserven habe. Im Anlauf beginne er nun langsamer, um erst ganz zum Schluss zu beschleunigen. Nun müsse er vor dem Abwurf den Ellbogen noch etwas mehr anheben und beim Abwurf mehr Spannung aufbauen, dann könne ein Wurf auf die 75 Meter Tatsache werden. Für Olympia werde es für ihn kaum reichen, im Hinterkopf habe er aber die Europameisterschaften 2014 in Zürich. Doch in seinem Alter schaue er nun von Saison zu Saison. Sein Hauptziel sind die Schweizer Meisterschaften Anfang Juli in Bern.

Im Speerwerfen der Frauen schaffte die Amriswilerin Salina Fässler mit 49,60 Metern auf Anhieb die Limite für die U20-Weltmeisterschaften.