Quartierplanung
St. Johann-Bewohner wollen ein grüneres und saubereres Quartier

Anwohner, Gewerbetreibende und die Regierung beurteilen die Ziele der Stadtentwicklungsprogramme «Basel Nord» und «Pro Volta» und des Nordtangentenbaus bisher mehrheitlich als erreicht.

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Das Janus-Haus von Christ und Gantenbein an der Voltastrasse: Symbol der Aufwertung des St. Johanns und Feindbild der Aufwertungsgegner.

Das Janus-Haus von Christ und Gantenbein an der Voltastrasse: Symbol der Aufwertung des St. Johanns und Feindbild der Aufwertungsgegner.

bz Basellandschaftliche Zeitung

Im äusseren St. Johann im Norden der Stadt Basel sind Bewohner und Gewerbetreibende grundsätzlich mit der Quartierentwicklung und ihrer Wohnsituation zufrieden. Und sie wünschen sich mehr Sauberkeit, mehr Grün- und Freiflächen, mehr Kultur- und Restaurationsbetriebe sowie bezahlbaren Wohn- und Gewerberaum.

Das sind kurzgefasst die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung Pro Volta, welche das statistische Amt des Kantons Basel in Auftrag der Abteilung Kantons- und Stadtentwicklung durchgeführt hat und die heute präsentiert wurden.

Sorgen um steigende Miete

Befragt wurden neben Gewerbetreibenden und langjährigen Quartierbewohnern und Gewerbetreibenden auch spezifisch die Mieter der drei Neubauten Volta Zentrum, Volta West und Volta Mitte.

Wenig erstaunlich ist, dass die Mieterschaft in den Neubauten verglichen mit den langjährigen Anwohnern im Schnitt deutlich jünger ist und mit einem Einkommen von 10'000 Franken monatlich aufwärts auch deutlich mehr als die langjährigen Quartierbewohner verdient.

Bei der Einschätzung jedoch decken sich beide Gruppen der Quartierbewohner: Beide wünschen sich mehr Sauberkeit, Grünflächen, Kultur-, Freizeit und Gastronomieangebote und vor allem auch eine weitere Verkehrsberuhigung.

Den langjährigen Anwohnern und den Gewerbetreibenden bereiten zudem die steigenden Mieten Sorgen. (hpa)