Amokfahrt
Staatsanwaltschaft setzt nach Irrfahrt Sonderkommission ein

Der Mann, der am Dienstagabend in Basel bei einer Irrfahrt mit einem geraubten Auto acht Menschen überfahren hatte, soll im Verlauf des Tages einvernommen werden.

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Auf der Mittleren Brücke zeugen die polizeilichen Markierungen noch von der schockierenden Tat.
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Auf der Mittleren Brücke zeugen die polizeilichen Markierungen noch von der schockierenden Tat.
Blumen wurden zum Gedenken an die Opfer der Amokfahrt.
Die Mittlere Brücke war die ganze Nacht gesperrt.
Auf der Mittleren Brücke und Schifflände ereignete sich ein schwerer Unfall. Hier an der Schifflände.
Der Schock sitzt tief nach der Amokfahrt auf der Mittleren Brücke.

Auf der Mittleren Brücke zeugen die polizeilichen Markierungen noch von der schockierenden Tat.

Moritz Kaufmann

Der 27-jährige Mazedonier, der am Dienstag aus der geschlossenen Abteilung der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK) entwichen war, befindet sich inzwischen wieder dort, und zwar in einer Isolationszelle, wie ein Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda bekanntgab. Der Mann sei sehr verwirrt und habe deshalb bisher nicht befragt werden können.

Nach der Irrfahrt, bei der eine 46-jährige Radfahrerin ums Leben kam und sieben Menschen teils schwer verletzt wurden, hat die Staatsanwaltschaft eine 15-köpfige Sonderkommission eingesetzt. Unter anderem müssen nun Spuren gesichert und die zahlreichen Zeugen einvernommen werden, die das Drama im Bereich der Mittleren Brücke mitbekommen haben.

Die Staatsanwaltschaft will laut ihrem Sprecher noch im Verlauf des Mittwochs beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft für den nach der Irrfahrt festgenommenen Mann beantragen. Es wurde ein Verfahren wegen vorsätzlicher Tötung, Raubes, Körperverletzung und verschiedenen Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz eingeleitet.