Über einen Monat haben die Abklärungen gedauert. Jetzt steht das Resultat fest: Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2022 kann im Gebiet St. Jakob statt finden. Und sämtliche Beteiligten, inklusive Eidgenössischer Schwingerverband (ESV), würden diesen Standort auch begrüssen. Aber es gibt noch eine entscheidende Unbekannte: Der St. Jakob-Park. 

«Die grosse Herausforderung ist nun, ob das Stadion im Sommer 2022 auch wirklich frei ist», sagte Rolf Klarer vom Schwingerverband Basel-Stadt am Donnerstagnachmittag. Er hatte nach Basel zur Medienkonferenz geladen, zusammen mit seinem Amtskollegen Urs Lanz, Präsident der Baselbieter Schwinger. 

ESV segnet «Joggeli» ab

Anwesend war auch Daniel Dreier, Präsident des Nordwestschweizerischen Schwingerverbands. Dreier sagte, der St. Jakob-Park als Austragungsstädte wäre gemäss dem ESV eine gangbare Option. «Das Pflichtenheft des ESV würde damit erfüllt.» Laut Dreier muss die Hauptarena mindestens 33 000 Plätze aufweisen, der St. Jakob-Park bietet bei normaler Bestuhlung rund 37 000 Zuschauern Platz. 

Es braucht also weitere, vertiefte Abklärungen. Klarer sagte, dass man in der ersten Frühlingshälfte definitiv Bescheid geben könne, ob das «Joggeli» zur Verfügung steht. Bereits jetzt zeichne sich ab, dass das Fest auf das erste Septemberwochenende verschoben werde – üblicherweise findet das ESAF am letzten Augustwochenende statt.

Hauptmieter und Vermarkter der Sportstätte ist der FC Basel. Dieser gab schon zu früheren Gelegenheiten zu Protokoll, dass er den Grossanlass begrüssen würde: «Wenn es für den FC Basel organisatorisch möglich ist und es der internationale Fussball-Terminkalender zulässt, sind wir die letzten, die das Schwingfest verhindern würden.»

Aesch-Nord wohl chancenlos

Derweil werden die Planungen für Aesch-Nord auf Eis gelegt. Der Standort ist wegen des Vetos der betroffenen Landwirte blockiert. Dazu Urs Lanz: «Die Variante Aesch ist aus heutiger Sicht gestorben.»