Für eine «nachhaltige Mobilität» Gewohnheiten durchbrechen. Dieses Ziel verfolgen die neue Mobilitätsstrategie Basel-Stadt wie ein politischer Vorstoss im Parlament gleichermassen.
Seit rund drei Wochen ist die Mobilitätsstrategie des Kantons Basel-Stadt in der Vernehmlassung. Eine Motion, eingereicht von Laurin Hoppler (GAB), will die darin vorgelegte Stossrichtung weiter vertiefen: Mit quartierbezogenen autofreien Tagen soll die Bevölkerung stärker für eine «nachhaltige Mobilität» sensibilisiert werden. Denn Mobilität sei Gewohnheitssache, meinen die Motionäre aus dem links-grünen Lager. Autofreie Tage würden die «starren Verkehrsroutinen durchbrechen» und Anreize geben, «neue Mobilitätsgewohnheiten zu etablieren». Etwa die Stadt Bern mache es bereits mit autofreien Tagen im Quartier vor.
Die Regierung hat allerdings ohnehin schon Ähnliches vor. In der Mobilitätsstrategie, die eine Umsetzung des angenommenen Gegenvorschlags zur verworfenen Zämme-besser-Initiative darstellt, heisst es: «Mit temporären und dauerhaften Ansätzen sollen ausgewählte Strassen autofrei werden.» Denn: «Damit soll der Nutzen für die Bevölkerung konkret erlebbar gemacht werden.»
Die parlamentarische Motion soll deshalb in Form eines umfassender behandelten Anzugs weiterverfolgt werden. Auch die Regierung ist schliesslich der Ansicht: Eine autoärmere Stadt führe zu mehr Lebensqualität.