Letzterer klammert dabei die Autobahnen als Bundeskompetenz aus. Die Initiative will den Anteil des motorisierten Individualverkehrs am Gesamtverkehr inklusive Hochleistungsstrassen innert zehn Jahren herunterfahren. Der Grosse Rat setzt mit seinem Gegenvorschlag das selbe Ziel, aber ohne Autobahnen. Beide verlangen eine Kompensation mit einem Abbau kantonaler Strassen, falls Autobahnen ausgebaut werden.

Die Kompensation zielt auch auf den umstrittenen Ausbau der Basler Osttangente, welchen der Bund bereits ins Auge gefasst hat. Der Gegenvorschlag war im Parlament von einer Links-Grün-Mitte- Mehrheit beschlossen worden. Die Regierung hätte nur den Verkehr ausserhalb der Autobahnen auf dem Stand von 2010 plafonieren wollen.

Die Städte-Initiative war in Basel-Stadt von 3503 Personen unterzeichnet worden - innerhalb der halben Sammelfrist. Ausser im Stadtkanton war sie zuvor in Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich eingereicht worden. Konkret fordert die Initiative jeweils gesetzliche Grundlagen für das Motorverkehrs-Reduktionsziel.

In St. Gallen war die Städte-Initiative im März an der Urne angenommen, in Luzern im September hingegen abgelehnt worden. In Luzern kam dafür ein Gegenvorschlag klar durch.

Mit ihren Volksbegehren will die Umweltorganisation umverkehR den öffentlichen sowie Fuss- und Veloverkehr stärken und den Ausbau des Strassennetzes stoppen. Dies soll mehr Lebensqualität bringen und den Klimawandel bremsen.