Muba
Standbetreiber sind mit den ersten fünf Tagen zufrieden

Halbzeit an der Muba. Wie haben die Standbetreiber die letzten fünf Tage erlebt? Wurden ihre Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen? Wir haben nachgefragt.

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Für Verena Zimmermann, Leiterin des Milk-and-More-Standes beider Basler Milchhändler ist die Muba dieses Jahr bislang ein Erfolg: "Das Wetter stimmt und die Gäste sitzen gerne an der Sonne und essen unsere Maccaronen und unser Raclette."

Wirtschaftliche Lage spürbar

Seit sechs Jahren ist sie an der Muba vor Ort und weiss, dass auch die Muba nicht immer gleich gut läuft: "Es kommt einerseits darauf an, ob die Muba vor oder nach der Fasnacht stattfindet. Andererseits spüren wir auch, wenn es der Wirtschaft mal schlechter geht". So war der Besucherandrang vor zwei Jahren beispielsweise geringer.

Überrascht vom Interesse der Muba-Gänger ist Silvio Ketterer. Er ist verantwortlich für den Auftritt des diesjährigen Gastkantons Zug. Sein Panoramafilm, der den Zuschauern hautnah den Kanton vor Augen führt, ist laut Ketterer ein Publikumsrenner: "Es kommen mehr Leute, als ich erwartet habe und das Echo ist sehr positiv."

Regelmässig bilden sich Schlangen vor dem Eingang zum Panoramakino. "Wir mussten deshalb eine Wartelinie einführen und den Raum jeweils absperren, damit die nächste Gruppe genügend Platz hat"; so Ketterer.

Kritik an Öffnungszeiten

Ein wenig mehr "Kunden" hätte Mohammed Saber erwartet. Der Händler mit einem Laden in Ägyptens Hauptstadt Kairo ist das erste Mal in Basel und ist einer von ungefähr 20 Händler, die das diesjährige Gastland representieren.

Er verkauft Schmuck, Räucherkerzen, bunte Gewänder und allerlei Kitsch. "Das Geschäft läuft gut, aber die meisten Leute kommen erst nach 17 Uhr, das ist zu spät", beklagt er sich. Überhaupt versteht er nicht, weshalb die Messe nur bis 18 Uhr geöffnet ist. "Hier in der Schweiz arbeiten alle bis um 17 Uhr, dann haben sich später gar keine Zeit mehr um hier vorbeizuschauen."

Dass vielleicht weniger Leute interessiert sind am Gastland, aufgrund der Unruhen, kann Saber nicht beantworten: "Es passiert etwas Seltsames in meinem Land und ich hoffe, dass in Zukunft wieder Ruhe einkehrt." Er hofft aber noch auf ein paar hektische Tage mit viel Verkäufen hier in der Schweiz. (jep)